Blaulicht | 11.10.2020

Randalierer greifen Polizeibeamte an

Soko nimmt 29-Jährigen aus Andernach fest

Tatverdächtiger in U-Haft

Soko nimmt 29-Jährigen aus Andernach fest

Koblenz/Andernach. “Das Wichtigste einmal zuerst: wir sind sehr erleichtert, dass es unserem schwer verletzten Kollegen den Umständen entsprechend gut geht. Trotz mehrfacher Frakturen im Gesicht und einem Schädel-Hirn-Trauma konnte er gestern im Verlauf des Nachmittags auf die Normalstation des Krankenhauses verlegt werden.“ so Polizeisprecher Ulrich Sopart vom Polizeipräsidium Koblenz.

Es besteht der Verdacht eines versuchten Tötungsdelikts. Sehr schnell ist es der noch in der Nacht eingerichteten 19-köpfigen Sonderkommission im Verlauf des gestrigen Nachmittages gelungen, den mutmaßlichen Haupttäter zu ermitteln und festzunehmen. Dem 29-jährigen Deutschen aus Andernach wird versuchter Totschlag vorgeworfen, weil er den am Boden knienden Polizeibeamten aus vollem Lauf und mit voller Wucht gegen den Kopf getreten haben soll. Den Ermittlungen zufolge war der Tritt offenbar sogar so stark, dass der Täter dabei seinen Schuh verlor.

Der Beschuldigte wurde heute dem Haftrichter beim Amtsgericht Koblenz vorgeführt. Soeben wurde Haftbefehl erlassen und der Beschuldigte in die Justizvollzugsanstalt eingeliefert.

Den bisherigen Ermittlungen zufolge wurde in der Nacht zum Samstag die Polizei Andernach um 03:15 h zu einer Schlägerei zwischen zwei Personengruppen in einer Andernacher Gaststätte gerufen. Obwohl die Auseinandersetzung bereits beendet war, schlug den eingesetzten Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten unverständlicherweise eine sehr aggressive Grundstimmung entgegen.

Die wegen der Körperverletzungsdelikte erforderlichen polizeilichen Ermittlungsmaßnahmen wurden immer wieder von vier männlichen Personen gestört. Die Polizeikräfte wurden von diesen Personen derart bedrängt, dass ein Platzverweis erteilt werden musste, dem diese allerdings nicht folgten. Gegen den Hauptaggressor musste im weiteren Verlauf ein Distanz- Elektro-Impulsgerät eingesetzt werden, weil er die Einsatzkräfte angreifen wollte. Bei der Fixierung dieses zu Boden gebrachten Aggressors wurde der kniende Polizeibeamte durch den 29-jährigen Beschuldigten so massiv gegen den Kopf getreten, dass der Polizeibeamte bewusstlos zu Boden stürzte. Dabei zog er sich schwere Kopfverletzungen zu.

Einem weiteren Polizeibeamten wurde durch einen Faustschlag einer anderen Person die Nase gebrochen, eine Polizeibeamtin erlitt Schürfwunden.

Im Zuge der weiteren Maßnahmen kam es schon vor Ort zur Festnahme von zwei Tatverdächtigen, der Haupttäter konnte fliehen, wurde aber nach umfangreichen Ermittlungen am Samstag gegen 18.00 h gestellt und ohne Gegenwehr festgenommen.

Gegen alle Beteiligten wird die Staatsanwaltschaft Koblenz Strafverfahren wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte bzw. wegen des Angriffs auf Vollstreckungsbeamte führen. Gegen den Haupttäter wird zudem wegen versuchten Totschlags ermittelt.

„Was ich aber besonders erschreckend finde, ist ein menschenverachtender Eintrag in den Sozialen Medien, in denen der bewusstlos am Boden liegende Polizeibeamte auf einem Foto mit der Überschrift ‚Nickerchen am Arbeitsplatz‘ gezeigt und verhöhnt wird“, so Polizeisprecher Ulrich Sopart weiter. „Insofern freuen wir uns ganz besonders über die zahlreichen Genesungswünsche für unsere Kolleginnen und Kolle-gen, die mittlerweile per Telefon und über E-Mail bei uns eingegangen sind.“

Pressemitteilung Polizeipräsidium Koblenz

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Kommentare
12.10.202016:46 Uhr
J

Richtig so die Polizei meint ja heute zutage das die sich erlauben können dürfte mit den Bürgern umgehen zu wollen und können wie Dreck....

12.10.202011:01 Uhr
Gabriele Friedrich

Ich hoffe, der Polizeibeamte wird wieder völlig genesen.
Diese Treterei die ja immer wieder vorkommt, ist nicht hinnehmbar. Ich hoffe ein Richter verhängt auch die härteste Strafe die es gibt und das ein Schadensersatz zu zahlen ist.
Der Schock ist für die Beamten groß und das steckt niemand so einfach weg. Auch der Beamtin mit dem Nasenbruch gute Genesung. Ich hoffe, es kommt alles wieder in Ordnung.
Diese Internethäme- die muss genauso geahndet werden. Da sind wir noch nicht so weit vorne wie andere Länder.

11.10.202019:14 Uhr
Marita Pudritzki

Da bin ich sehr erleichtert das es den Beamten besser geht.
Und der Typ, darf nicht mehr auf freien Fuss kommen,gar kein Respekt vor Polizei,bin echt entsetzt.

11.10.202015:47 Uhr
Bernd Lippold

Höchststrafe für die Täter und vorallem beste Genesungswünsche für den Beamten der nur seiner Arbeit nachging und für unser Aller Sicherheit da ist

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