Gefährliche Gegenstände sichergestellt
Trotz großer Besucherzahlen: Pützchens Markt endet überwiegend ruhig
Bonn. Am letzten Tag des großen Volksfestes Pützchens Markt in Bonn, der am Dienstag, den 15. September 2026, stattfand, war das Festgelände gut besucht. Die Veranstaltung, die traditionell mit einem Höhenfeuerwerk endete, zog in diesem Jahr nach Schätzungen rund 750.000 Besucher an. Trotz der hohen Besucherzahlen verlief der Abschlusstag bei guten Wetterbedingungen überwiegend ruhig. Die Parkplätze waren stark ausgelastet, doch die Anschlussstelle Pützchen blieb den ganzen Tag über frei befahrbar.
Polizeilich waren die Vorkommnisse vor allem auf kirmestypische Streitigkeiten und Delikte beschränkt, die ein Eingreifen der Ordnungskräfte erforderten. Die Einsatzleiterin, Erste Polizeihauptkommissarin Silke Gremmler, hob hervor, dass die Markttage insgesamt friedlich und ruhig verliefen. Sie betonte, dass die starke Präsenz der Polizei, das frühzeitige Eingreifen sowie niederschwellige Kontrollen wesentlich dazu beigetragen haben, dass die 657. Ausgabe von Pützchens Markt ein sicheres Volksfest war.
Ein besonderes Augenmerk lag auf den Kontrollen, bei denen die Polizei drei Messer, einen Teleskopschlagstock und einen Totschläger sicherstellte. Solche gefährlichen Gegenstände gehören ihrer Aussage nach nicht auf ein Volksfest, was die Bedeutung der Kontrollen unterstreicht.
Während der fünf Tage des Marktes überprüfte die Polizei insgesamt 904 Personen. Die Beamten durchsuchten 191 Personen sowie 43 Taschen, Rucksäcke und andere Gegenstände. Insgesamt wurden 60 Personen Platzverweise ausgesprochen. In drei Fällen musste die Polizei Personen in Gewahrsam nehmen, da sie entweder stark alkoholisiert waren oder einem bereits erteilten Platzverweis nicht nachkamen. Insgesamt wurden 37 Ermittlungsverfahren, hauptsächlich wegen Körperverletzungsdelikten, eingeleitet.
Zu beachten ist, dass die in dieser vorläufigen Einsatzbilanz genannten Strafanzeigen noch Veränderungen unterliegen können. Weitere Anzeigen könnten bei der Bonner Polizei eingehen, oder bestehende Delikte könnten im Zuge der Ermittlungen anders eingeordnet werden müssen.
BA
Symbolbild Foto: ROB