Ratgeber | 27.05.2026

Eine Stylistin über verbreitete Irrtümer und die richtige Haarwäsche

Was bei der Haarpflege wirklich stimmt

Richtig gepflegte Haare fühlen sich nicht nur besser an – sie sehen auch besser aus.

(DJD). Haare waschen gehört zur Routine, wirft aber erstaunlich viele Fragen auf. Wie oft ist sinnvoll? Gehört Conditioner nur in die Spitzen? Und schadet es, mit nassen Haaren schlafen zu gehen? Stylistin Lena Sophie Kauf räumt mit verbreiteten Annahmen auf und gibt Tipps für die Haarwäsche.

Sechs Mythen zur Haarpflege

  • Mythos 1: Je stärker das Shampoo, desto sauberer das Haar.

„Das stimmt so nicht“, sagt Lena Sophie Kauf, Stylistin bei der Haarpflegemarke Glynt. Aggressive Shampoos können die Schuppenschicht aufrauen und das Haar stumpf und spröde wirken lassen. Auch ein mildes Shampoo hat eine ausreichende Reinigungskraft.

  • Mythos 2: Schuppen entstehen nur bei trockener Kopfhaut.

Auch das ist nach Einschätzung der Stylistin falsch. Schuppen können ebenso bei fettiger Kopfhaut auftreten, wenn deren Gleichgewicht gestört ist.

  • Mythos 3: Mit nassen Haaren schlafen zu gehen, ist unproblematisch.

Kauf rät davon ab. Nasses Haar sei besonders empfindlich, schon die Reibung am Kissen könne Haarbruch verursachen.

  • Mythos 4: Conditioner gehört nur in die Haarspitzen.

„Im Grundsatz ja“, bestätigt Kauf. Unabhängig von Haarlänge und Haartyp sollte Conditioner nie auf die Kopfhaut, sondern in die Längen und Spitzen gegeben werden.

  • Mythos 5: Haarpflegeprodukte wirken bei allen Haartypen gleich.

Das verneint Kauf klar. Schnell fettendes Haar benötige eher ein mildes Shampoo zur täglichen Haarwäsche. Feines Haar braucht Volumen, trockenes Haar intensivere Pflege.

  • Mythos 6: Ein zusätzlicher Hitzeschutz ist nicht nötig.

Aus Sicht von Kauf ist das ein Irrtum. Ohne Schutz könne die Haarstruktur durch Föhn, Glätteisen oder Lockenstab porös werden, es drohen Haarbruch, Spliss und Trockenheit.

Drei Tipps zum Haarewaschen

1. Nicht zu oft – aber auch nicht zu selten waschen

Tägliches Waschen mit aggressiven Produkten kann das Haar austrocknen und die Kopfhaut zu stärkerer Talgproduktion anregen. Wer zu selten wäscht, riskiert Rückstände auf der Kopfhaut, Schuppen, Juckreiz und unangenehmen Geruch. „Ein guter Rhythmus ist alle zwei bis drei Tage“, so Kauf. Bei fettigem Haar dürfe täglich gewaschen werden – dann aber mit einem milden Produkt.

2. Shampoo und Conditioner richtig verteilen

„Shampoo gehört auf die Kopfhaut, wo es verteilt und sanft einmassiert wird.“ Conditioner werde in Längen und Spitzen angewendet. Rückstände von Shampoo oder Spülung können das Haar beschweren und stumpf wirken lassen.

3. Lieber lauwarm als heiß waschen

Zu heißes Wasser kann Kopfhaut und Haare austrocknen und Spliss begünstigen. „Ideal ist lauwarmes Wasser, optional mit einem kühleren Abschluss“, rät Kauf. So bleibe die Schuppenschicht eher intakt und das Haar behalte mehr Glanz.

Quelle:djd

Schon kleine Veränderungen beim Haarewaschen können viel bewirken.

Schon kleine Veränderungen beim Haarewaschen können viel bewirken. Foto: DJD/GLYNT

Mit der passenden Haarpflege und der richtigen Reinigung bleibt das Haar länger gesund und kräftig.

Mit der passenden Haarpflege und der richtigen Reinigung bleibt das Haar länger gesund und kräftig. Foto: DJD/GLYNT

Stylistin Lena Sophie Kauf räumt mit sechs verbreiteten Mythen rund um die Haarpflege auf und gibt Tipps für die Haarwäsche.

Stylistin Lena Sophie Kauf räumt mit sechs verbreiteten Mythen rund um die Haarpflege auf und gibt Tipps für die Haarwäsche. Foto: DJD/GLYNT

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Richtig gepflegte Haare fühlen sich nicht nur besser an – sie sehen auch besser aus. Foto: DJD/GLYNT

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