Freude im Buchfinkenland
Zukunft des Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus scheint gesichert
Horbach. Zuletzt hatten die Sorgen im Buchfinkenland und darüber hinaus zugenommen, ob es eine Zukunft für das traditionsreiche Seniorenzentrum Ignatius-Lötschert-Haus in Horbach gibt. Jetzt sind die Zukunftsängste begründeter Zuversicht gewichen: die Alexianer mit der Dernbacher Gruppe Katharina Kasper als Träger der Altenpflegeeinrichtung, senden eindeutige Signale: wir stehen zum Haus, wollen es weiterentwickeln und am Standort investieren! Die Gespräche darüber, wie dies umgesetzt werden soll, laufen noch. Eins ist sicher: der Träger wird hierbei voll vom Förderverein des Hauses unterstützt!
Diese hoffnungsvolle Botschaft nimmt nicht nur der Förderverein mit seinen aktuell nur noch 144 Mitgliedern erfreut zur Kenntnis. Vielleicht liegt es daran, dass viele Menschen in der Region ganz im Süden des Westerwaldes die Hoffnung auf einen Fortbestand und Weiterentwicklung der Einrichtung schon aufgegeben hatten, waren doch zur jährlichen Mitgliederversammlung des rührigen Vereins nur ganze 13 Personen erschienen: darunter 5 Vorstandsmitglieder und 3 Mitarbeitende sowie 2 Gäste. Dazu gesellten sich noch 3 „normale“ Fördermitglieder, von denen 2 noch als Kassenprüfer aktiv waren. Ein absoluter Minusrekord in der Vereinshistorie! Offensichtlich scheint es kaum jemand ernsthaft zu interessieren, was aus dem Seniorenzentrum im Buchfinkenland wird?
Bei der Begrüßung hatte Vorsitzender Uli Schmdit seinen Ärger darüber ausgedrückt: „Wir leben im schnell voranschreitenden Demografischen Wandel, die Gesellschaft altert im Rekordtempo und es kommen für die meisten Menschen noch viele spürbare Probleme auf uns zu“, so Schmidt. Daraus müssten eigentlich Motivation und Engagement zumindest der Boomer-Generation erwachsen, sich für eine noch einigermaßen angemessene Versorgung im Alter selbst einzusetzen. Oder zumindest diejenigen zu unterstützen, die dafür sorgen wollen. „Durch Austritte aus dem Verein und geringstmögliche Teilnahme an der Mitgliederversammlung ist das jedenfalls nicht möglich“ meinte dazu Benno Heibel, der in den ersten 39 Jahren nach der Gründung als Heimleiter das Haus wesentlich geprägt hat und dem dessen Zukunft noch heute ein Herzensanliegen ist.
Spürbar war jedoch die Aufbruchstimmung im Haus, die nicht zuletzt dem neuen Leitungsteam mit Heimleiterin Nadine Galke, Pflegedienstleiter Dennis Grahl und dem Qualitätsbeauftragten Christopher Heinzen zu verdanken ist. Berichtet wurde, dass aktuell 2 Pflegefachkräfte aus Kenia im Haus ausgebildet werden. Vorgestellt wurde ein erfolgreiches Projekt, mit dem Anreize für eine mobilisierende Pflege geschaffen wurden. Schriftführer Franz-Josef Jung informierte über viele erfolgreiche Veranstaltungen im letzten Jahr vom Neujahrsempfang unter dem Motto „Pflegerevolution“ bis zum Demenztheater. In 2026 ist am 7.11. wieder unter anderem der Arbeitseinsatz „Aktion Wühlmaus „ sowie eine Diskussion zur Zukunft der Altenpflege geplant. Auch über einen Neustart der bis zu Corona erfolgreichen Initiative „555 Schritte - fit bis ins höchste Alter“ wird nachgedacht. Dank Kassenführer Hubert Kleppel stehen die dafür notwendigen finanziellen Mittel zur Verfügung.
Mit dabei war auch die für die VG Montabaur zuständige Gemeindeschwester plus, Barbara Spiegelhoff, die über ihre aufsuchende Arbeit mit älteren Menschen berichtete. „Es kommt ein demografischer Tsunami auf uns zu, weshalb wir uns jetzt überlegen müssen, wie wir alt werden wollen und was wir vor Ort dafür tun müssen“, so Schwester Barbara. Es folgte ein Besuch der ins Haus integrierten Tagespflege, die von Mitarbeiterin Hillary Weimer vorgestellt wurde. Erfreut konnte festgestellt werden, dass seniorengerechte Aktivitäten und ein kostenfreier Probetag mit dazu geführt haben, dass der Bedarf wächst. „Wenn das so positiv weiter läuft, müssen wir bald über eine 2. Gruppe nachdenken“, meinte Gaby Schlosser als 2. Vorsitzende des Fördervereins.
Pressemitteilung Förderverein IL-Haus Horbach
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