Massiv überladene LKW aus dem Verkehr gezogen
Zwei Holzlaster mit doppeltem Ladegewicht erwischt
Euskirchen. Es gibt Dinge, die sollte man nicht übertreiben - dazu gehören offenbar auch Holztransporte. In den frühen Morgenstunden des heutigen Dienstages (25. März) haben Polizeibeamte Lkw-Kontrollen durchgeführt - insbesondere im Hinblick auf Langholztransporte. Dabei wurden unter anderem zwei Lkw eines luxemburgischen Unternehmens gestoppt, die wohl dachten: "Mehr ist mehr". Die Realität: "Zuviel ist zuviel!
Der erste Lkw wurde am Grenzübergang Losheimer Graben angehalten und kontrolliert. Dann ging es auf die Waage. Das Ergebnis: über 61 Tonnen. Damit war das Fahrzeug mehr als doppelt so schwer beladen wie erlaubt. Der 31-jährige belgische Fahrer sah nicht nur seinen Zeitplan in Gefahr, sondern musste auch eine Sicherheitsleistung in Höhe von knapp 800 Euro hinterlegen. Außerdem musste er die gesamte Ladung an Ort und Stelle abladen. Eine entsprechende Ausnahmegenehmigung für Langholztransporte wurde eingezogen.
Kurze Zeit später wurde in Nettersheim-Zingsheim ein weiterer Transport kontrolliert. Auch hier ergab die Gewichtskontrolle ein Gesamtgewicht von über 60 Tonnen. Damit hatte das Gespann das Doppelte des zulässigen Ladegewichts erreicht.
Da er erst wenige Meter vor seinem Ziel gestoppt wurde, durfte er seine Ladung dort noch abladen. In einem weiteren Verfahren soll dem Unternehmen auch der Gewinn aus der Überladung entzogen werden. Bei beiden Transporten handelt es sich nach bisherigen Berechnungen um knapp 3.000 Euro.
Auch hier musste der 31-jährige Fahrer eine Sicherheitsleistung in Höhe von 800 Euro hinterlegen, auch hier wurde die Erlaubnis entzogen. Überladungen belasten insbesondere das Material des Transportfahrzeugs und können auch die vom Hersteller festgelegte technisch zulässige Gesamtmasse überschreiten. Zudem sind Wege, Straßen und Kreisverkehre oft nicht für diese Gewichte ausgelegt und erleiden zusätzliche Schäden, die teuer saniert und von der Allgemeinheit bezahlt werden müssen.
BA
