Modernisierung in Neuwied
47 Wohnungen in Neuwied modernisiert mit Effizienzhausstandard 55
aus Neuwied
Neuwied. Bezahlbarer, zeitgemäßer und energieeffizienter Wohnraum – dafür setzt sich die GSG Neuwied tagtäglich ein. Neben einem Neubauprojekt auf dem Heddesdorfer-Berg liegt ein besonderer Fokus auf der Modernisierung und Sanierung des Wohnungsbestands. Ein gutes Beispiel sind die Arbeiten in der Langendorfer Straße 39 bis 45, die jetzt in die Zielgerade gehen. Insgesamt 47 Wohnungen sind hier auf den neuesten Stand gebracht worden. Geschätzte 4,5 Millionen Euro werden hier durch das kommunale Unternehmen investiert. Anfang Mai ziehen die ersten neuen Mieter ein.
„Das Wohnraumversorgungskonzept der Stadt Neuwied hat deutlich gemacht, dass günstiger Wohnraum benötigt wird“, sagt GSG-Geschäftsführer David Meurer bei einem Pressetermin. In der Langendorfer Straßer stehen nun Wohnungen mit zwei Zimmern, Küche, Bad, aber auch solche mit Wohnküche, einem Zimmer und Bad zur Verfügung. Mieter zahlen hier 6,90 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter; ein Wohnberechtigungsschein ist notwendig. Die durchschnittliche Kaltmiete bei der GSG beträgt rund 6 Euro, in der gesamten Stadt Neuwied liegen die Mieten im Schnitt bei etwa 9 Euro. „Gerade zum 100-jährigen Bestehen der GSG freuen wir uns“, so David Meurer, „dass wir hier hervorragend sanierten Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen anbieten können.“
Nachdem das GSG-Team vor wenigen Jahren zunächst die gegenüberliegenden Häuser 38-44 komplett saniert hat, waren nun die Gebäude Nr. 39–45 an der Reihe. Mit viel Einsatz, Know-how und Planung ist die GSG an die Aufgabe herangegangen. Zunächst wurde allen früheren Mietern eine alternative Wohnung angeboten, meist sogar im selben Quartier, denn während der Komplettsanierung musste der Gebäudekomplex leer sein.
Gezieltes Vorgehen statt Einheitslösung
„Wir wollten genau wissen, wo welcher Handlungsbedarf besteht, damit wir effizient und sinnvoll modernisieren“, sagt Teamleiter Thomas Quirin. In der Langendorfer Straße 39 bis 45 wird der Effizienzhausstandard 55 erreicht. Dies entspricht energetisch einem heutigen Neubau. Wärmedämmung mit einer kompletten thermischen Hülle außen (Wärmeverbundsystem) inklusive Dämmung der Kellerdecken, Ergänzung der Speicherdämmung sowie neue Fenster und Rollläden sind die Hauptgewerke. Beheizt werden die Wohnungen schon seit 2021 mit Fernwärme; jetzt sind auch die Heizkörper und die Verrohrungen größtenteils erneuert worden. Wo dies möglich war, hat die GSG Barrieren in den Bädern reduziert. Wände, Böden, Türen und Elektrik sind größtenteils neu.
Ein kompletter Fassadenanstrich gehört ebenso zur Modernisierung wie Vorbereitungen für den späteren Einsatz von Photovoltaik auf den Dächern. Zur Steigerung der Attraktivität erhalten alle Wohnungen einen vorgeständerten Balkon. Mit der Gestaltung der Außen- und Grünanlagen soll die Gesamtmaßnahme bis September dieses Jahres abgeschlossen sein. Bei ihrem jüngsten Besuch der kernsanierten Gebäude in der Langendorfer Straße genossen Geschäftsführer Meurer und das GSG-Leitungsteam mit Rebecca van Boemmel und Natascha Schmitz an der Spitze schon einmal den tollen Blick von einem der Balkone auf das Grün und den alten Baumbestand.
Da die Umsetzung der Sanierung abschnittsweise erfolgte, sind die meisten Wohnungen bereits fertiggestellt, an anderer Stelle finden noch letzte Feinarbeiten statt. Die Investitionen der GSG Neuwied in die Modernisierungen wurden in Summe mit circa 40 Prozent aus Fördermitteln der Investitions- und Strukturbank sowie dem Bafa (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle) unterstützt.
In den GSG-Häusern Langendorfer Straße 39 bis 45 wird mit der Modernisierung der Effizienzhausstandard 55 erreicht. Dies entspricht energetisch einem heutigen Neubau. Foto: Michael Stoll/GSG Foto: Michael Stoll/GSG
Für die künftigen Mieter werden zurzeit noch Balkone installiert. Von hier aus blickt man ins Grüne. Foto: Michael Stoll/GSG Foto: Michael Stoll/GSG
GSG-Geschäftsführer David Meurer erklärt beim Pressetermin: „Gerade zum 100-jährigen Bestehen der GSG freuen wir uns, dass wir hier hervorragend sanierten Wohnraum für kleine und mittlere Einkommen anbieten können.“ Foto: OK Foto: OK
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