Politik | 25.07.2015

CDU Vorstand Feldkirchen informiert sich über Friedensdienste

Andere Kulturkreise kennen lernen

Simon Wirbel, Alen Memic, Martina Luis, Justine Katushabe und Henry Bakkabulindi (v.l.) berichten über die Arbeit der Friedensdienste SoFIA und Eirene. privat

Neuwied. Neben Martina Luis von Eirene und drei Freiwilligen aus Uganda und Bosnien-Herzegowina waren vor Kurzem auch Pfadfinder aus St. Michael Feldkirchen der Einladung des Feldkircher CDU-Vorstandes zum Austausch über die Friedensdienste gefolgt. In freundschaftlicher Atmosphäre erzählten die jungen Freiwilligen über ihre Erfahrungen. Von Deutschland hatten sie sich von ihrer Heimat aus ein bestimmtes Bild gemacht - jetzt erleben sie hier vor Ort, wie die Menschen wirklich sind und leben. Schon lange war es Martina Luis und den anderen Verantwortlichen bei Eirene ein Anliegen, nicht nur deutsche Freiwillige in andere Länder zu entsenden, sondern auch ausländische „Friedensdienstler“ hier zu empfangen. Justine Katushabe (22 Jahre) und Henry Bakkabulindi (27 Jahre) aus Uganda und Alen Memic (24 Jahre) aus Bosnien-Herzegowina sind mit sieben anderen nun die ersten, die seit April an diesem „Reverse-Programm“ teilnehmen.

Aufbruch nach Südamerika

Sie haben in ihren Heimatländern schon ein Studium bzw. eine Ausbildung abgeschlossen. Hier in Deutschland sind sie in verschiedenen Einsatzstellen der sozialen Arbeit tätig und in Gastfamilien untergebracht. Welche Fragen einen jungen Abiturienten bewegen, der für ein Jahr nach Bolivien gehen wird, brachte Simon Wirbel ein (19 Jahre), der über den Trierer Friedensdienst SOFIA ab August nach Südamerika aufbrechen und dort bei den Pfadfindern in Cochabamba arbeiten wird. Die Pfadfinderstämme Groupo Panda / Bolivien und St. Michael / Deutschland verbindet schon eine langjährige Partnerschaft, die neben den Freiwilligenaufenthalten auch über mehrwöchige Begegnungsreisen „in beide Richtungen“ gepflegt wird.

Unersetzbar: Persönliche Kontakte

Als wichtigster Aspekt neben den gewonnen Lebenserfahrungen der Freiwilligen kristallisierte sich an dem Abend sehr schnell heraus, dass die persönlichen Kontakte unersetzbar sind, denn nur, wenn man Menschen aus anderen Kulturkreisen kennen und schätzen lernt, können falsche Vorstellungen und Vorurteile abgebaut werden. Und nicht zuletzt lernt man durch die Begegnung mit Menschen aus anderen Ländern auch viel über sich selbst. In diesem Sinne wird auch die CDU Feldkirchen das Friedensdienstprogramm gerne unterstützen.

Pressemitteilung

CDU Ortsverband Feldkirchen

Simon Wirbel, Alen Memic, Martina Luis, Justine Katushabe und Henry Bakkabulindi (v.l.) berichten über die Arbeit der Friedensdienste SoFIA und Eirene. Foto: privat

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