Männerchor „Cäcilia“ Irlich entdeckt die Nachbarstadt
Andernacher Historie und Erlebniswelt kennengelernt
Irlich. In der beschaulichen Nachbarstadt auf der gegenüberliegenden Rheinseite waren die Irlicher
Sänger schon sehr oft. Aber manches Neue kennengelernt und Einblicke in die sehens- und hörenswerte Historie dieser ehemaligen Römersiedlung haben viele erst mit einer neuerlichen Stippvisite gewonnen. Begonnen hat die „Entdeckungsreise“ in die Bäckerjungenstadt mit dem Besuch des auf Vulkantätigkeit ausgerichteten Museums, wo anhand anschaulicher Experimente die physikalischen und geologischen Zusammenhänge von Geysiren erklärt werden. Mit dem Schiff ging es danach zum Namedyer Werth, wo in Natura die Hauptattraktion der Andernacher Erlebniswelt, der angeblich höchste Kaltwasser-Geysir der Welt bestaunt werden konnte. Fremdenführerin Christa Schmitt informierte beim anschließenden Stadtrundgang sehr fundiert und ausführlich über viele Sehenswürdigkeiten des historischen Andernach. Angefangen mit der im Jahr 1691 errichteten Rheinzollstation, dem Andernacher Bollwerk, welches heute als Ehrenmal für die Gefallenen beider Weltkriege dient. Das alte Rathaus wurde neben anderem besichtigt, in dem sich in 13 m Tiefe unter einer ehemals jüdischen Synagoge ein rituelles Reinigungsbad - die Mikwe - befindet, welche vom Grundwasser des Rheins versorgt wird, und endend mit der Besichtigung der Ausgrabungen einer römischen Ansiedlung auf dem Gelände der ehemaligen Weissheimer-Malzfabrik. Sehr interessant aber auch der an vielen Stellen der Stadtbefestigung angelegte Obst- und Gemüseanbau, mit dem Andernach bundesweit als „Essbare Stadt“ bekannt wurde und inzwischen viele Nachahmer gefunden hat. Erfüllt mit neuen Erkenntnissen, inzwischen auch durstig und müde von einem strapaziösen Rundgang steuerte man den Gasthof „Alt Andernach“ an, in dessen gemütlichem Biergarten das „leibliche Wohl“ nicht zu kurz kam, bevor der mittlerweile eingetroffene Bus zur Heimreise mahnte.
