Reinerlös der Kalender-Aktion geht erneut an verschiedene Kinderhilfsprojekte in Neuwied und Andernach
„Auf jeden Fall gewinnen die Kinder“
8000 Exemplare verkauft der Lions Club ab den Neuwieder Markttagen - 600 Preise im Wert von über 26.000 Euro
Neuwied/Andernach. Fast alles ist ungewöhnlich an dem siebten Benefiz-Adventskalender des Lions Clubs Neuwied-Andernach. Denn jeder, der den Kalender für fünf Euro kauft, unterstützt einen guten Zweck in der Region und hat 24 Tage im Advent Chancen auf einen Hauptpreis. Insgesamt gibt es 600 Preise im Gesamtwert von 26.000 Euro. Ungewöhnlich ist auch, wie der Kalender der Öffentlichkeit vorgestellt wurde: Eine Pressekonferenz auf dem Rhein zwischen Neuwied und Andernach mit einem Fotostopp vor dem Kalendermotiv - dem Alten Krahnen in Andernach. Wie alle Preise beim Lionsclub wurde auch diese kleine Rheintour mit dem Geysirschiff gespendet, diesmal von der Koblenzer Schifffahrt Gilles. „Pro Kalender gibt es immer einen Gewinner“, betonte Lions-Vizepräsident Professor Dr. Richard Berger bei der Schiffspressekonferenz: „Mit etwas Glück trifft es den Käufer - auf jeden Fall aber gewinnen mit jedem verkauften Exemplar Kinder, die in unterschiedlichster Weise in Not geraten sind.“ Denn der Reinerlös der Kalender-Aktion geht erneut an verschiedene Kinderhilfsprojekte in den beiden Rheinstädten Neuwied und Andernach.
Rund 600 wertvolle Preise im Gesamtwert von mehr als 26. 000 Euro
In der limitierten und durchnummerierten Auflage von 8000 Exemplaren enthält der Kalender hinter 24 Türchen rund 600 wertvolle Preise im Gesamtwert von mehr als 26.000 Euro - gestiftet von Unternehmen aus den Regionen Neuwied und Andernach. Die Gewinnmöglichkeiten reichen von Einkaufs- und Reisegutscheinen über Buchpakete bis zum Flachbildfernseher. „Die Lions-Adventskalender bieten aber noch weit mehr als Hilfe und Gewinne: Sie sind gleichzeitig Schmuck- und Sammlerstücke“, betonte der Neuwieder Oberbürgermeister Nikolaus Roth, der zu den 43 Lions Club-Mitgliedern gehört. Sein Kollege Achim Hütten aus Andernach freute sich, dass erstmalig ein Motiv aus der Bäckerjungenstadt den Kalender schmückt., zudem noch das Wahrzeichen von Andernach. Der Andernacher Oberbürgermeister ging kurz auf die Geschichte des Krahnens ein, der 1561 erstmals in Betrieb genommen wurde, um Mühlsteine aus der Pellenz auf Schiffe zu verladen. Hütten verwies auch auf die Verbindung zwischen Andernach und Neuwied, schließlich sei das Wahrzeichen Andernachs vom Neuwieder Rheinufer aus bestens zu sehen.
Verkaufsstart an den Neuwieder Markttagen
Da es ein Adventskalender ist, kam natürlich nur ein winterliches Motiv in Frage. „Das zu finden war sehr schwer“, betonte Uwe Schöllkopf, im Lions-Vorstand zuständig für Presse und PR., „aber zufällig haben wir das Gemälde vom Alten Krahnen und dem zugefrorenen Rhein entdeckt.“ Gemalt hat dies der in Andernach geborene Künstler Fred Schäfer-Schällhammer, der in der Pellenz lebt. Der 75-Jährige vermittelt an der Uni Bonn altmeisterliche Maltechniken.
Erstmals wird der Kalender am 17. und 18. Oktober während den Neuwieder Markttagen am Bücherstand des Lions Clubs Neuwied-Andernach verkauft, danach an zahlreichen Stellen in der Region. Bei den Markttagen gab es im vergangenen Jahr Ärger, denn im Lions Club-Stand waren viel zu wenig Kalender. „Das wird dieses Jahr nicht mehr der Fall sein“, versicherten die Lions-Vorstandsmitglieder, schließlich wurde die Auflage von 5500 auf 8000 in diesem Jahr erhöht. „Wir könnten wohl noch mehr verkaufen, aber wir wollen keine Kalender-Inflation, denn er soll schon etwas Besonderes sein“, unterstrich der Lions Activity-Beauftragte Wolfgang Sulzbacher. Er erläuterte, dass zwischen dem 1. und 24. Dezember unter notarieller Aufsicht 600 Gewinnnummern gezogen werden, denn jeder Kalender trägt eine eigene vierstellige Nummer. Die Gewinnnummern werden in regionalen Medien veröffentlicht oder sind im Internet unter www.lions24.de sowie www.neuwied.de abrufbar. „Mit dem Original-Kalender als Nachweis können die Gewinne dann direkt bei den Sponsoren abgeholt werden“, führte Wolfgang Sulzbacher aus, „sind pro Kalendertag mehrere identische oder unterschiedliche Preise ausgeschrieben, werden dem entsprechend mehrere Gewinn-Nummern gezogen. An einigen Tagen verstecken sich teilweise 30 Einzelgewinne hinter den Kalender-Türchen.“
Erlös kommt ausschließlich Kindern und Jugendlichen zu Gute
Aber was geschieht mit dem Erlös aus dem Kalenderverkauf? Der ist ausschließlich für Kinder und Jugendliche: „Durch den Kalenderverkauf und zusätzliche Spenden konnten über 150.000 Euro in der Region Neuwied-Andernach sinnvoll für Kinder- und Jugendprojekte angelegt werden“, zog Uwe Schöllkopf Bilanz aus den vergangenen sechs Jahren. Finanziert wurden unter anderem Ausflüge für Kinder aus Not leidenden Familien, Sprachkurse für Flüchtlinge, Nachhilfeunterricht für Migrantenkinder und elektronisches Lehrmaterial für Blinde und Sehbehinderte.
In der Technik der alten Meister malte Fred Schäfer Schällhammer die Winterszene am Alten Krahnen die Benefiz Adventskalender schmückt.
