Schwierige Vorstandsneuwahlen in Heimbach-Weis
Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V. kämpft um Vorstand
aus Neuwied
Neuwied. Offener Brief zur Mitgliederversammlung am 21.04.2026 der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V. von Reiner Bermel:
"Bei der Mitgliederversammlung am 21.04.2026 unseres Vereins, der Bürgergemeinschaft Pro Heimbach-Weis e.V., ist der gesamte geschäftsführende Vorstand und zwar der Vorsitzende Sascha Fiedler, der stellvertretende Vorsitzende Heinz Nink, der Kassierer Norbert Poveleit sowie aus dem erweiterten Vorstand die Beisitzerin Daniela Fiedler und der Beisitzer Erwin Kern geschlossen zurückgetreten und haben ihre Ämter zur Verfügung gestellt.
Bei den anschließenden Neuwahlen hat sich kein Mitglied aus der Versammlung bereiterklärt, eine Funktion zu übernehmen. Daraufhin hat der Versammlungsleiter, Michael Kahn, völlig zu Recht die Neuwahlen für beendet erklärt und eine außerordentliche Mitgliederversammlung angekündigt.
Da der gesamte geschäftsführende Vorstand zurückgetreten, also kein Vorstandsmitglied mit Einzelvertretungsberechtigung mehr im Amt ist, sind wir nach dem Bürgerlichen Gesetzbuch handlungsunfähig. Somit ist umgehend eine außerordentliche Mitgliederversammlung einzuberufen.
Kommt auch bei der außergerichtlichen Mitgliederversammlung kein Vorstand zustande, wird der Verein aufgelöst oder das Amtsgericht kann auf Antrag eines Beteiligten einen „Notvorstand“ bestellen.
Liebe Noch- und Ex-Vorständler, liebe Vereinsmitglieder, wie weit sind wir gesunken? Ich habe mich gefragt, warum es soweit kommen musste, bin aber letztendlich zu keinem Ergebnis gekommen, da mir das nötige Hintergrundwissen fehlt.
Ich kann mir aber gut vorstellen, dass der Vorstand, so wie es üblicherweise sein sollte, nicht mehr harmonisch zusammengearbeitet hat und es zu Auseinandersetzungen gekommen ist, die das Vertrauensverhältnis untereinander massiv gestört haben.
Gewünscht hätte ich mir, dass die Vereinsmitglieder im Vorfeld und nicht erst bei der Mitgliederversammlung über die prekäre Situation informiert worden wären. Das hätte beispielsweise durch einen Infobrief erfolgen können. Schließlich zählt die Mitgliederversammlung nach unserer Satzung zu den Organen des Vereins.
Da ich persönlich nicht davon ausgehe, dass wir bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung einen geschäftsführenden Vorstand finden, gerne lasse ich mich eines Besseren belehren, appelliere ich an alle Noch-Vorständler in sich zu gehen und zu hinterfragen, ob man für dieses Gremium noch die richtige Person ist.
Darin sehe ich die große Hoffnung, dass, wenn eine gewisse Person sich nicht mehr zur Wahl stellt, der eine oder andere Ex-Vorständler sich nochmal bereit erklären würde, ein führendes Amt zu übernehmen.
Es geht hier um den Fortbestand unseres Vereins und die Lage ist mehr als ernst. Daher sollte das Einzelinteresse hintenan und das Gruppeninteresse im Vordergrund stehen.
Die Hoffnung stirbt zuletzt.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Reiner Bermel, Marsstr. 7, 56566 Neuwied"
