Allgemeine Berichte | 19.05.2026

Am 26. Mai ist der offizielle „Tag der Biotonne“

Das 1x1 der Biotonne

Abfalltipp zum Tag der Biotonne.

Kreis Neuwied. Am 26. Mai ist der offizielle „Tag der Biotonne“ – ein Aktionstag, der uns daran erinnert, wie wichtig die richtige Entsorgung von Bioabfällen für Umwelt und Klima ist. Für die Abfallwirtschaft im Landkreis Neuwied ist dieser Tag der ideale Anlass, um praktische Tipps rund um die Biotonne zu geben. Denn jeder richtig entsorgte Biomüll sichert die Qualität des Komposts, welcher auf den landwirtschaftlichen Feldern verteilt wird und die Grundlage unserer Lebensmittel von morgen bildet.

Was gehört eigentlich in die Biotonne?

Grundsätzlich gehören unverpackte organische Abfälle aus der Küche (Speisereste, Schalen, verdorbene Lebensmittel) und dem Garten (Rasenschnitt, Moos, Laub und Blumen) in die Biotonne. Auch Topfpflanzen sowie kleinere Mengen Erde und Knochen dürfen in der braunen Tonne entsorgt werden.

Was wird oft falsch entsorgt?

Ein großes Problem sind kompostierbare Bioplastiktüten, denn entgegen den Werbebehauptungen ihrer Hersteller sind diese im normalen biologischen Kompostierungsprozess im Landkreis Neuwied nicht schnell genug abbaubar und müssen als Störstoffe aufwendig aussortiert werden. Gleiches gilt im Übrigen für andere angeblich kompostierbare Bioplastikprodukte. Stattdessen sollte Biomüll in unbeschichteten Papiertüten oder Zeitungspapier entsorgt werden.

Doch Achtung ist auch beim Thema Papier geboten, denn andere Papierformen, wie etwa Küchenpapier oder Backpapier, sind auf Beständigkeit ausgelegt und zersetzen sich deshalb im Kompostierungsprozess ebenfalls zu langsam – auch sie gehören nicht in die Bio- sondern in die Restabfalltonne.

Speiseöle und –fette werden leider ebenfalls fälschlich im Biomüll entsorgt. Egal, ob diese pflanzlichen oder tierischen Ursprungs sind, sie legen sich in der Kompostierung über die Bioabfälle und stören deren Zersetzungsprozess. Speiseöle sollten daher in einem verschlossenen Behälter über den Restmüll entsorgt werden – größere (sofern noch haushaltsübliche) Mengen können am Schadstoffmobil abgegeben werden.

Leider landet auch Katzenstreu wiederholt im Biomüll. Dieses hat hier jedoch nichts verloren, da es aus mineralischen Bestandteilen besteht und deshalb nicht kompostierbar ist. Auch Tierkot sowie tote Kleintiere bzw. Ungeziefer gehören in die Restabfalltonne. Größere Tierkadaver müssen einer Tierbeseitigungsanlage zugeführt werden, da sie (anders als Fleisch aus dem Supermarkt) nicht seuchenkontrolliert sind. Es ist nicht gestattet, diese im Hausmüll zu entsorgen.

Was passiert mit dem Biomüll nach der Abholung?

Der Biomüll aus dem Landkreis Neuwied wird von unserem kommunalen Partner, der Abfallwirtschaft Rhein-Lahn-Kreis, verwertet. Dort wird er in die Grob- und Feinfraktion aufgeteilt. Grobes Material, wie beispielsweise der Strauchschnitt, wird direkt dem Biomasseheizkraftwerk zugeführt, wo es zur Energiegewinnung genutzt wird. Das abbaubarere Material der Feinfraktion wird separiert und erhält optimale Bedingungen, um sich zu Kompost zu zersetzen, der schließlich auf landwirtschaftlich genutzten Feldern verteilt wird. Das im Vergärungsprozess entstehende Biogas wird ebenfalls zur Energiegewinnung genutzt.

Ihre Mithilfe bei der sachgerechten Entsorgung trägt dazu bei, unsere Umwelt zu schonen und Abfall effizient zu reduzieren. Für weitere Informationen und bei Fragen wenden Sie sich bitte an die Abfallberatung oder konsultieren Sie das Abfall-ABC unter der Website abfall-nr.de.

Pressemitteilung Abfallwirtschaft Landkreis Neuwied AöR

Abfalltipp zum Tag der Biotonne. Foto: Maria Lepp

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