Gedenkstätten in der Neuwieder Umgebung
Gedenken an die Toten braucht würdige Orte
Neuwied. Am 1. und 2. November, an Allerheiligen und Allerseelen, gedenken die katholischen Christen ihrer Verstorbenen. Rituale dienen den Lebenden, denn sie helfen ihnen, ihr Leid, ihren Schmerz und ihre Trauer zu bewältigen. Meistens bieten Friedhöfe die hierfür notwendige würdige Umgebung, gestaltet durch Bestatter und Steinmetze.
In der Heimat findet man darüber hinaus mehrfach Besonderes. Der Burschenverein Wollendorf unterhält ein Ehrenmal in der Kehl für die Gefallenen, Vermissten und Opfer von zwei Weltkriegen. Zur Kirmes ehrt sie jedes Jahr ein Blumengruß. In der Zeit der frühen Dunkelheit leiden in moderner Sprache die Menschen oft an Herbstblues. Ärzte empfehlen dagegen Bewegung an der frischen Luft. Friedhöfe laden ein. Goldenes Laub deckt gnädig manche Stellen zu.
Das genannte Denkmal steht an der Kehlbachstraße zum Wasserpark in Feldkirchen. Zum Ehrenmal nach Rockenfeld lockt auch eine Wanderung durch den Herbstwald. In Rodenbach wandert man am Buchbach hoch. In Monrepos unterhalten Segendorfer Bürger ein Gedenkmal gegenüber dem fürstlichen Friedhof. „Nur wer die Vergangenheit kennt, hat eine Zukunft.“ Dieses Zitat stammt von Wilhelm von Humboldt, dem berühmten Kultur- und Naturforscher und Zeitgenossen unseres Prinzen Maximilian zu Wied.Paul Peter Baum
