Allgemeine Berichte | 13.07.2013

Ein Feuerwehr-Urgestein verlässt die Deichstadt

Klaus Steffes-Lai verabschiedet

Nach seinem letzten (fingierten) Einsatz standen alle Feuerwehr-Kameraden für Klaus Steffes-Lai Spalier.

Neuwied. Nach mehr als 43 Jahren im aktiven Dienst wurde Klaus Steffes-Lai, stellvertretender Wehrleiter und Bereitschaftsleiter der Freiwilligen Feuerwehr Neuwied, verabschiedet. Und das mit einem Fest, zu dem mehr als 300 Kameraden, Freunde und Wegbegleiter in die Neuwieder Feuerwache gekommen waren. Dass sie Klaus Steffes-Lai nicht nur wegen seiner fachlichen Kompetenz, sondern vor allem als Mensch und Kamerad schätzen, wurde in vielen Reden deutlich. Oberbürgermeister Nikolaus Roth bezeichnete ihn als „Pfundskerl“ und wusste von P wie pragmatisch bis L wie liebenswert für jeden einzelnen Buchstaben dieses Wortes eine Eigenschaft, die Klaus Steffes-Lai auszeichnet. Zahlreiche Anekdoten aus der Zusammenarbeit mit dem stellvertretenden Wehrleiter („Ihm war es eigentlich immer egal, wer unter ihm Wehrleiter war“) wusste Roth zu erzählen. Und für seine besonderen Verdienste verlieh er dem „Rentner“ den Ehrenteller der Stadt Neuwied. Und einen „mobilen Pegelturm“. Denn nach der Wende, als auch die Neuwieder Feuerwehr in der Partnerstadt Güstrow bei der Neuorganisation half, soll Steffes Lai gefragt haben: „Haben die da auch einen Pegelturm? Wenn nicht, bleib ich hier.“ Zahlreiche Auszeichnungen, zum Beispiel vom Land Rheinland-Pfalz und den Maltesern, wurden dem verdienten Feuerwehrmann zuteil, bevor ihn OB Roth offiziell aus dem Amt entließ. Doch so ganz ohne Amt und Würden ist Klaus Steffes-Lai dann doch nicht: Die Bereitschaft der Neuwieder Feuerwehr ernannte ihn zum Ehren-Bereitschaftsleiter. Mitten in Steffes-Lais Dankesrede platzte dann ein (fingierter) Feuerwehr-Alarm, und ein letztes Mal durfte er zu einem Einsatz ausrücken. Bei seiner Rückkehr standen alle Feuerwehr-Kameraden für ihn Spalier. Man merkte, wie schwer der Abschied fiel, nicht nur den Frauen und Männern der Neuwieder Wehr, sondern auch ihm. „Niemals geht man so ganz“, sangen sie ihm zum Abschied und schwenkten dabei Hunderte von Wunderkerzen. Steffes-Lai verlässt nicht nur die Feuerwehr, sondern auch die Deichstadt, denn im Oktober wird er nach Venezuela auswandern. In Neuwied jedoch dürfte der „Pfundskerl“ unvergessen bleiben.

Nach seinem letzten (fingierten) Einsatz standen alle Feuerwehr-Kameraden für Klaus Steffes-Lai Spalier.
Klaus Steffes-Lai wurde die Ehre zu teil, sich ins Goldene Buch der Stadt Neuwied eintragen zu dürfen.

Klaus Steffes-Lai wurde die Ehre zu teil, sich ins Goldene Buch der Stadt Neuwied eintragen zu dürfen.

Nach seinem letzten (fingierten) Einsatz standen alle Feuerwehr-Kameraden für Klaus Steffes-Lai Spalier.

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