Landtagswahl 2016: Genossen setzen wieder auf Fredi Winter
Landtagsabgeordneter bekam 100 Prozent Zustimmung
Neuwied. Besser geht es nicht: Fredi Winter hat 100 Prozent der Genossen hinter sich. Bei der SPD Wahlkreiskonferenz sprachen sich 68 von 68 Delegierten für den Neuwieder aus. Mit diesem Ergebnis geht er in den Landtagswahlkampf 2016 um das Direktmandat im Wahlkreis IV (Neuwied, Dierdorf und Puderbach). Kein Wunder, dass es Parteiintern keiner mit dem Schärjer aufnimmt. Wie schon 2011 war er der einzige Bewerber um das Direktmandat. Zum Ersatzbewerber wählten die Genossen Sven Lefkowitz vom Ortsverein Heddesdorf. Als erster gratulierte Oberbürgermeister Nikolaus Roth. Dessen Aufruf, mit Geschlossenheit ein Zeichen zu setzen und für einen guten Wahlkampfauftakt zu sorgen, beherzigten die Parteifreunde. Eigentlich war es in Anbetracht der Bekanntheit des Bewerbers nicht nötig, dennoch stellte ihn Nikolaus Roth vor. In Mainz hätte Fredi Winter einiges für die Stadt Neuwied bewegt. Der Landtagsabgeordnete sei heimatverbunden und einmalig authentisch, kein Politiker mit zwei Gesichtern. Einer der ackert, sich einsetzt und keine falschen Versprechungen macht. Fredi Winter ist Vorsitzender des Petitionsausschuss und Mitglied im erweiterten Fraktionsvorsitz seiner Partei. Er ist ehrenamtlicher Beigeordneter im Kreisvorstand, SPD Kreisverbandsvorsitzender, Stadtratsmitglied und AWO Kreisvorsitzender. Rund zwanzig Ehrenämter, Funktionen und Mitgliedschaften hat Fredi Winter insgesamt inne. Dass seine Mitarbeit in Mainz honoriert wird, zeigte die Anwesenheit von Alexander Schweitzer. „Ich bin hier, weil ich den Fredi schätze“, unterstrich der Vorsitzende der SPD Landtagsfraktion. Er bat die Genossen ebenfalls um ein starkes Votum für den Bewerber. Die SPD Landtagsfraktion möchte unbedingt mit ihrem Tourismuspolitischen Sprecher weiter zusammenarbeiten. Vielleicht wegen der nur wenige hundert Meter Luftlinie entfernt stattfindenden CDU Wahlkreiskonferenz, wo den Delegierten zwei junge Männer zur Wahl standen (wir berichten ausführlich gesondert), sagte Fredi Winter: „Ich bin motiviert, fit und fühle mich gut. Nicht das Alter ist entscheidend, sondern die Leistung“. In seiner kurzen Ansprache berichtete er von seiner Landtagsarbeit. Vor allem der Vorsitz im Petitionsausschuss mache ihm Freude: „Ich bin da, wo das pralle Leben herrscht und kann helfen, wo Not ist“. Die demografische Entwicklung und die ärztliche Versorgung nannte er als seine Zukunftsthemen. Die Landesgartenschau in Neuwied bezeichnete er als ein politisches Ziel. Alexander Schweitzer nutzte seinen Besuch in Neuwied, um die Genossen auf den Wahlkampf einzustimmen: „Nicht bunte Plakate entscheiden die Wahl, sondern die Kommunikation“. Der Fraktionsvorsitzende zeigte sich angriffslustig. Die CDU hätte Wahrnehmungsprobleme. Während die Opposition Rheinland-Pfalz als vegetierendes Bundesland auf Niveau eines südamerikanischen Schwellenlandes sieht, fühlen sich 98 Prozent der Bürgerinnen und Bürger einer Umfrage zu Folge wohl. Daran habe die SPD ihren Anteil. Seit Ablösung der CDU Regierung 1991 sei es stetig bergauf gegangen und dass, obwohl der Strukturwandel gemeistert werden musste. Rund 600 militärische Einrichtungen habe es gegeben, von denen die meisten nach dem Mauerfall aufgegeben wurden. Mittlerweile seien an vielen Standorten mehr Arbeitsplätze entstanden, als seinerzeit wegfielen. Alexander Schweitzer ermunterte die Genossen, die Erfolge beim Namen zu nennen. So rangiere Rheinland-Pfalz auf Platz drei der Arbeitslosenstatistik und auf Platz eins der Exportstatistik. Als Erfolgsstory bezeichnete er die Bildungspolitik. Das Land habe den Kita-Ausbau vorangetrieben und sei vom Erfolg der mittlerweile 600 Ganztagsschulen förmlich überrollt wurden. Gemeinsam mit der Wirtschaft seien 67 duale Studiengänge entstanden. Die Hochschullandschaft sei ausgebaut worden. Das habe zu Unternehmensneugründungen geführt. Und zwar so viele, wie in keinem anderen Bundesland. Einer Umfrage zufolge, belegt Rheinland-Pfalz Platz 15 in der Kategorie „innovativste Regionen in Europa“. Alexander Schweitzer sieht die SPD im Aufwind. Der Opposition mangele es schlicht an konkreten Verbesserungsvorschlägen. Das die CDU gerade beim Thema Sicherheit punkten möchte, bezeichnete er als riskantes Spiel mit der Angst der Menschen. Seit 2002 sinke die Zahl der Straftaten im Land nämlich kontinuierlich. Ängste der Menschen hinsichtlich der demografischen Entwicklung entgegnet der Fraktionsvorsitzende gelassen. Zwar steige die Geburtenrate nicht. Dafür stiegen die Chancen durch Flüchtlinge. Diese Menschen zu integrieren sei eine der größten Herausforderungen in der Zukunft.
Aus Mainz war SPD Fraktionsvorsitzender Alexander Schweitzer nach Neuwied gekommen, um für den Kandidaten zu werben.
