Mahnwache für Menschenrechte
Neuwieder AI-Gruppe setzte stilles Zeichen für die Verwirklichung der 30 Artikel
Neuwied. Mit einer einstündigen Mahnwache erinnerte die Neuwieder Gruppe der Menschenrechtsorganisation „Amnesty International“ (AI) an den Tag der Menschenrechte. Mit gelben Plakaten stellten sich die Aktivisten in einer Reihe in der Neuwieder Mittelstraße auf und wiesen auch in diesem Jahr wieder an die Verabschiedung der „Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte“ am 10. Dezember 1948 hin. Zu der Mahnwache war die gesamte Bevölkerung eingeladen, aber im Vorweihnachtstrubel waren es nur wenige, die dem Aufruf folgten. Dabei ist die Einhaltung der 30 Artikel der Menschenrechte nicht nur weltweit, sondern laut AI sogar in Europa nicht gewährleistet. Denn Amnesty International zieht eine gemischte Bilanz der Menschenrechtspolitik der EU und ihrer Mitgliedsstaaten. „Die EU trägt zum Teil selbst zu Menschenrechtsverletzungen bei, etwa durch die EU-Flüchtlingspolitik“, sagt Wolfgang Grenz, Generalsekretär vom Amnesty in Deutschland, „außerdem bekämpft die EU Menschenrechtsverletzungen oft nicht entschieden genug, etwa die Diskriminierung von Roma in EU-Staaten.“ Nicht nur auf die Einhaltung in Europa, sondern auch auf die weltweite Realisierung der Menschenrechte wollten Aktivisten in Neuwied mit ihrer Mahnwache ein stilles Zeichen setzen. HEP
