Allgemeine Berichte | 04.07.2014

Marienschule hat engagierte „Kinderrechts-Klasse“

Projekt zum Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention

Als Kinderrechtsindianer bastelte die 3b eine Himmelsleiter der Kinderrechte.  Privat

Neuwied. Es sind 25 Jahre vergangen, seit die Vereinten Nationen die Kinderrechtskonvention verabschiedet haben. Alljährlich gibt es in Rheinland-Pfalz die „Woche der Kinderrechte“, um die Rechte der Kinder, die jedes Land, das sie damals unterschrieben hat, einhalten muss, noch bekannter zu machen. Und diese Woche der Kinderrechte stellt jedes Mal ein anderes Recht in den Mittelpunkt verschiedener Aktionen. In einer Projektwoche an der Neuwieder Marienschule haben sich die Kinder der Klasse 3b mit der UN-Kinderrechtskonvention auseinandergesetzt. Gemeinsam informierten sie sich über die Kinderrechte, diskutierten darüber, welche Rechte besonders wichtig für sie sind und wie es Mädchen und Jungen in Deutschland und in den anderen Ländern der Welt geht. Für viele der Kinder sind die Kinderrechte und ihre Bedeutung sehr greifbar, denn in ihren Herkunftsländern geht es nicht allen Kindern gut. Einige sind sogar mit ihren Eltern nach Deutschland geflüchtet, um Schutz vor Krieg und Verfolgung zu erhalten. „Kinderrechte sind gar nicht langweilig und es ist sehr schön, dass es sie gibt“, sagt eines der Mädchen begeistert. Damit auf dem abschließenden Schulfest auch jeder sah, was sie in ihrer Projektwoche erarbeitet hatten, hatten sich die Mädchen und Jungen die Kinderrechte sozusagen „auf die Stirn“ geschrieben. Als Kinderrechtsindianer waren sie nicht zu übersehen. Sie bastelten auch eine Himmelsleiter der Kinderrechte, die die wichtigsten Rechte der Kinder zeigt. Die Schulklasse will sie am Rheinland-Pfalz-Tag Ministerpräsidentin Malu Dreyer übergeben und so auch die Politik ermahnen, die Kinderrechte in ihren Entscheidungen zu beachten. Sonja Jensen von der Fachstelle Partizipation im städtischen Kinder- und Jugendbüro unterstützte die Kinder und ihre Klassenlehrerin dabei. „Extra zum Jubiläum der UN-Kinderrechtskonvention hatten wir ein Quiz ganz nach dem Fernseh-Vorbild „Die klügste Klasse Deutschlands“ veranstalten wollen. Alle dritten Klassen in Neuwied waren eingeladen, sich zu bewerben. Die 3b hat sich auf diesen Aufruf gemeldet, leider als Einzige“. „Ihr Engagement ist daher umso wichtiger“, betont Sonja Jensen von der Fachstelle Partizipation vom Kinder- und Jugendbüro. Die 3b kann nun zwar leider kein Quiz gewinnen, doch wird sie den geplanten ersten Preis, eine Fahrt ins Kinder-Mitmachmuseum Odysseum nach Köln, trotzdem bekommen, als „Engagierteste Kinderrechteklasse Neuwieds!“

Als Kinderrechtsindianer bastelte die 3b eine Himmelsleiter der Kinderrechte. Foto: Privat

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