Allgemeine Berichte | 29.03.2014

Kundgebung zum Internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit

Mit roten Taschen für mehr Gerechtigkeit

Mitgliederinnen der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands ziehen durch Innenstadt

Die Frauen zogen mit ihren roten Taschen von der Matthiaskirche aus durch die Neuwieder Fußgängerzone.privat

Neuwied. Kürzlich fand in Deutschland der „Equal Pay Day“ – der „Tag für gleiche Bezahlung“ – statt. Auch in Neuwied trafen sich Mitgliederinnen der katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd) zum Internationalen Aktionstag für Entgeltgleichheit. Treffpunkt war die Matthiaskirche, von wo aus die Frauen zu einer stillen Kundgebung durch die Fußgängerzone gingen. Nicht fehlen durfte dabei das Markenzeichen der Aktion: Eine rote Tasche. Die Protestfarbe rot steht für die roten Zahlen, die die Frauen im Vergleich zu ihren männlichen Kollegen auf ihren Gehaltskonten haben. Der Unterschied zwischen den Gehältern beträgt demnach 22 Prozent oder kalendarisch gesehen 80 Arbeitstage. Vielen Frauen ist die Problematik gar nicht bewusst. Unter dem Motto „...und raus bist Du?“ nimmt der Equal Pay Day 2014 Teilzeit und Minijobs nach Erwerbspausen in den Fokus. Es gibt über sieben Millionen Minijobs in Deutschland und circa 75 Prozent der Beschäftigten sind Frauen. Minijobs sind eine der wesentlichen Barrieren für die Gleichstellung der Geschlechter am Arbeitsmarkt. Deshalb fordert die kfd die Umwandlung aller Minijobs in sozialversicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse. Dazu wurden Informationshefte verteilt; die kfd-Frauen kamen ins Gespräch mit den Passanten und konnten so den Tag noch einmal mehr ins Bewusstsein rücken.

Die Frauen zogen mit ihren roten Taschen von der Matthiaskirche aus durch die Neuwieder Fußgängerzone.Foto: privat

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