Allgemeine Berichte | 08.03.2013

Mutige Frau: Eine Gastarbeiterin der ersten Stunde

Filmvorführung im Mehrgenerationenhaus Neuwied am 9. April

privat

Neuwied. Der Dokumentarfilm „Emine aus Incesu“ erzählt die Geschichte einer türkischen Frau, deren Lebensweg exemplarisch für die vielen Frauen steht, die in den 60er- und 70er-Jahren nach Deutschland kamen, um hier Arbeit zu finden. Der Film läuft im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung „22:14… und es kamen Frauen“ im Mehrgenerationenhaus.

Der Familie aus der Armut helfen

Im Rahmen der Veranstaltungen zum Internationalen Frauentag zeigen das Frauenbüro der Stadt Neuwied, der Beirat für Migration und Integration von Stadt und Landkreis Neuwied und das Mehrgenerationenhaus Neuwied den mit dem Ravensburger Medienpreis ausgezeichneten Dokumentarfilm „Emine aus Incesu“. 1966 wird die erst 18-jährige Emine von ihrem Vater nach Deutschland geschickt. Ganz allein soll sie von hier ihrer Familie aus der Armut helfen. Die Story ist beispielhaft für die Migration hunderttausender türkischer Frauen nach Deutschland. Damals wagten nämlich nicht nur Männer den Schritt ins Ungewisse, auch etliche Frauen verließen ihre Heimat, um in der Fremde eine bessere Zukunft zu finden, und dies oft ganz auf sich gestellt. Emine gewährt Einblicke in ihr Leben und ihre Ängste als junge Frau. Sie gründet in Deutschland eine Familie. Immer wieder zieht es sie jedoch zurück in ihre anatolische Heimat. Der Film zeigt eindrucksvoll, wie groß der Schritt für die junge Frau war, und er würdigt ihren Mut und ihre Stärke.

Filmvorführung und Ausstellung

Zu sehen ist der Film am Dienstag 9. April, im Mehrgenerationenhaus in Neuwied, und zwar um 9.30 Uhr in deutscher und um 15 Uhr in türkischer Sprache. Außerdem besteht die Möglichkeit, sich im Anschluss die Ausstellung „22:14… und es kamen Frauen“ im Mehrgenerationenhaus Neuwied anzusehen. Im Mittelpunkt stehen Portraitfotos von 15 türkischen und tunesischen Frauen, die als Gastarbeiterinnen nach Deutschland kamen. Die Ausstellung ist noch bis zum 26. April geöffnet.

Foto: privat

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