Politik | 21.02.2014

„Neues Logo“ für die Stadt

Stadtrat, als Gremium der Interessenverwaltung der Bevölkerung wurde nicht einbezogen

Das neue Logo der Stadt Neuwied hat in der Bevölkerung hohe Wellen geschlagen, u. E. nicht zu Unrecht, denn weder die politischen Volksvertreter wurden im Vorfeld bei der Entscheidungsfindung mit einbezogen, noch die Bürger wurden mitgenommen. In einer Sitzung des Unterausschusses „Kultur und Stadtmarketing“ am 19.11.2013, nachdem bereits Ausschreibung, Vergabe und Konzeptionserstellung durch das Amt für Stadtmarketing und den OB veranlasst wurden, wurde das fertige Logo und die damit verbundene künftige „Identity“ der Stadt Neuwied diesem Gremium vorgestellt. Die Betonung liegt dabei auf vorgestellt, denn der Ausschuss hatte unter Hinweis des Oberbürgermeisters keine Entscheidungsbefugnis. Laut Verwaltung lag es in ihrer Entscheidungsbefugnis, über das neue Markenzeichen der Stadt Neuwied alleine zu entscheiden. Nach einer temperamentvollen Grundsatzdiskussion über die Notwendigkeit eines neuen Logos und die anscheinend unvollkommene Optik musste man als Ausschussmitglied den Eindruck gewinnen, dass man vonseiten der Stadtverwaltung an einer Optimierung des Markenzeichens stark interessiert ist. Umso größer war das Erstaunen, als beim Neujahrskonzert im Heimathaus am 8. Januar d. J. das neue Logo versehentlich vorgestellt und von Oberbürgermeister Roth daraufhin erklärt wurde. Wir, die Stadträte aus dem Innenstadtgebiet/Heddesdorf möchten hiermit deutlich machen, dass dieses neue Logo ohne Zustimmung des Stadtrats oder eines anderen Gremiums erfolgt ist. Wir sind der Meinung, dass das jetzt gewählte Logo beliebig austauschbar ist und sich deshalb ein Erkennungsmerkmal für Neuwied nicht ergibt. Dieses Logo ist für jede andere Stadt einsetzbar oder auch für jede x-beliebige Werbekampagne anwendbar. Das Herausnehmen des Pegelturms als Wahrzeichen der Stadt Neuwied aus dem Logo deutet hoffentlich nicht auf ein tatsächliches AUS für eines der markantesten Bauwerke dieser Stadt hin. Festzuhalten ist, dass der Stadtrat, als Gremium der Interessenverwaltung der Bevölkerung in diese Entscheidung nicht einbezogen war.

CDU-Stadtratsmitglieder

Erich Geisen, Friedrich Glabach, Georg Schuhen, Gudrun Vielmuth,

Neuwied

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