Zoo Neuwied
Neuzugang bei den Hawaiigänsen
Neuwied. Die Blätter färben sich bunt und fallen teilweise bereits von den Bäumen, kein Zweifel, der Herbst ist da. So auch im Zoo Neuwied, der ganzjährig geöffnet und gerade in dieser Jahreszeit einen Besuch wert ist.
Die Zoobesucher, die den Rundweg nehmen, kommen direkt zu Beginn an den Hawaiigänsen vorbei. Seit Kurzem sind dort vier statt der bisherigen zwei Tiere zu sehen. Das Junggesellenleben der beiden Ganter hat ein Ende. Zwei weibliche Hawaiigänse aus dem Zoo Krefeld leisten ihnen nun Gesellschaft. Die beiden Weibchen sind im Frühjahr diesen Jahres in Krefeld geschlüpft und haben den Sommer noch im Familienverband dort verbracht. Nun haben sie ihr neues Zuhause im Zoo Neuwied bezogen.
Hawaiigänse kommen, wie der Name schon vermuten lässt, aus Hawaii. Dort bewohnen sie erkaltete Lavafelder in Höhen bis zu 2000 Metern. Sie gehören zu den Meergänsen, anders als bei anderen Vertretern dieser Gattung sind ihre Schwimmhäute aber zurückgebildet. Dadurch können sie sich an den vulkanischen Steilhängen auf dem Festland besser bewegen. Die Anzahl dieser Vögel war 1950 auf etwa 30 Tiere geschrumpft, weshalb sie als gefährdet gelten. Durch gezielte Zucht und Auswilderung ist der Bestand seitdem aber wieder auf über 1000 Tiere gestiegen.
Der Zoo Neuwied hofft, mit seinen beiden Zuchtpaaren seinen Beitrag zur Arterhaltung dieser seltenen Gänseart zu leisten und in den nächsten Jahren Küken großziehen zu können. Die Hawaiigänse, aber auch alle anderen Tiere im Zoo Neuwied, freuen sich über jeden Besucher, der sie in den nächsten Tagen besucht.
