Gymnasial-Turn-Ruder-Verein Neuwied
Rhein-Wanderfahrt
Neuwied. Eine Woche lang waren 20 Ruderinnen und Ruderer vom Gymnasial-Turn-Ruder-Verein Neuwied und anderen befreundeten Ruderclubs unterwegs auf dem Rhein, um einmal das vor dem eigenen Bootshaus vorüber fließende Gewässer in etwas weiterem Umkreis zu erkunden. Die von Klaus Dalpke hervorragend vorbereitete Tour begann bei herrlichem Sommerwetter in Neuwied und führte vorbei an Bonn, Köln und Düsseldorf über Wesel, Rees und Emmerich bis nach Kleve. Abwechslungsreich wie das Wetter war auf der Strecke auch das Nebeneinander von betriebsamen Stadtdurchfahrten und den eher beschaulichen Landschaften am unteren Niederrhein. Ständig neue Eindrücke sorgten dafür, dass auch auf den längsten Etappen niemals Langeweile aufkommen konnte. Aufgrund der langen Strecke von über 260 Kilometern musste in diesem Jahr erstmals bei dieser Traditionsveranstaltung des GTRVN nach drei Tagen ein Quartierwechsel vorgenommen werden. Nach drei Übernachtungen in Nievenheim bei Dormagen waren die Teilnehmer anschließend auch in Rees für den Rest der Reise bestens untergebracht. Sowohl unterwegs als auch am Abend nach getaner Arbeit warteten stets liebevoll ausgesuchte Gasthäuser darauf, die Sportlerinnen und Sportler mit Speis und Trank zu verwöhnen.
Kultur
Doch auch der kulturelle Aspekt durfte natürlich auf dieser Wanderfahrt nicht fehlen. Ein ganzer Tag wurde der alten Römerstadt Xanten gewidmet und gehörte mit den Führungen im Archäologischen Park, durch den Dom und die Stadt selbst sicherlich zu den Höhepunkten der Reise. Trotz der Beschaulichkeit, mit welcher Vater Rhein in weiten Bereichen in seinem Bett dahin floss, erforderten starker Schiffsverkehr und dadurch verursachte unangenehme, teils hohe Wellen, insbesondere im Einzugsbereich des Ruhrgebiets, die ganze Aufmerksamkeit der Steuerleute und Bootsbesatzungen. Da machte sich die fundierte Ausbildung im Neuwieder Heimatgewässer einmal mehr bezahlt. So trafen denn alle Ruderinnen und Ruderer nach acht Tagen wohlbehalten wieder vor den Bootshäusern am Pegelturm ein, wo man zufrieden feststellen konnte: „Mensch und Material sind unbeschadet zurück.“ Und eins ist sicher: Auch im kommenden Jahr wird diese traditionsreiche Veranstaltung ihre Fortsetzung finden.
