Allgemeine Berichte | 01.11.2014

Tiere im Exotarium des Zoo Neuwied

Skinke bewegen sich wellenartig vorwärts

Der Salomonen-Riesenskink ist ein Baumbewohner. privat

Neuwied. Im Exotarium des Zoos Neuwied leben neben Schlangen, Geckos und den Kaimanen auch Skinke. Diese Echsen sehen ein wenig aus wie zu kurz geratene Schlangen mit kleinen Beinchen. Durch diese kurzen Extremitäten bewegen sie sich ähnlich wie Schlangen mit Wellenbewegungen auf dem Boden vorwärts. Im Zoo Neuwied sind zwei verschiedene Skink-Arten zu sehen.

Der Blauzungenskink kommt ursprünglich aus Australien und lebt dort als reiner Bodenbewohner, bevorzugt im trockenen Grasland. Wie der Name schon verrät, hat diese Echse eine intensiv blau gefärbte Zunge, deren Färbung vermutlich zur Abschreckung von Feinden dient. Die Hauptnahrung der Blauzungenskinke besteht aus Insekten und Obst, gelegentlich fressen sie aber auch kleine Wirbeltiere. Das Weibchen bringt bis zu 14 lebende Junge zur Welt, die bei der Geburt bereits ein Drittel der Körperlänge der Mutter haben können. Im Zoo Neuwied sind im August vier Jungtiere zur Welt gekommen, die aber momentan hinter den Kulissen sitzen und für die Zoobesucher nicht zu sehen sind.

Im Gegensatz zu dem bodenbewohnenden Blauzungenskink ist der Salomonen-Riesenskink ein Baumbewohner, der nur sehr selten auf den Boden kommt. Zum Festhalten im Geäst dient ihm der lange, kräftige Greifschwanz, weshalb er auch Wickelschwanz-Skink genannt wird. Mit einer Körperlänge von bis zu 65 Centimetern ist er der größte Skink der Welt. Da er vorwiegend nachtaktiv ist, kann es etwas schwierig sein, ihn in seinem Terrarium im Zoo Neuwied zu entdecken. Kleiner Tipp: Meist ist er in seinem Lieblingsversteck, einem hohlen Baumstamm, zu finden.

Der Salomonen-Riesenskink ist ein Baumbewohner. Foto: privat

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