Lokalsport | 12.04.2013

Handball

TV Engers ist Rheinlandmeister

26:16 gegen TuS Bannberscheid bringt zweiten Titel in Folge

Engers. Am Ende war’s dann doch ganz einfach. Mit dem 26:16 (11:7) Heimsieg gegen den TuS Bannberscheid haben sich die Handballerinnen des TV Engers zwei Spieltage vor Ende der Saison erneut die Meisterschaft in der Rheinlandliga gesichert. Und das nach einer höchst nervös gestalteten ersten Halbzeit, die so manchen vorübergehend am Gelingen des Unternehmens Titelverteidigung zweifeln ließ.

Moment mal: Meisterschaft? Titelgewinn? Nach den Statuten des Handball- Verbandes Rheinland wird der TVE am Saisonende bestenfalls als Vizemeister geführt. Der TV Engers hatte trotz der Meisterschaft in der vergangenen Saison auf den Aufstieg in die RPS Oberliga verzichtet. Und zwar aus personellen wie auch finanziellen Aspekten. Auf Grund dessen trifft den Verein der „Bannstrahl“ des Verbandes indem man ihm den Meistertitel nicht verleiht und auch das Aufstiegsrecht verweigert. Funktionärsdenken des Verbandes geht anscheinend über wirtschaftliches Denken des Vereins, der für sich selbst und seine Mitglieder verantwortlich ist. „Wir können damit gut leben. Was der HVR in dieser Sache denkt, ist uns schnuppe, wir nennen uns Rheinlandmeister“, sagt TVE Abteilungsleiter Paul Ganzer. Auch die Tabelle lügt nicht. Der TVE hat in dieser Saison bislang erst ein Spiel verloren. Auch gegen den TuS Bannberscheid wurde die überlegene Klasse des Teams von Trainer Mario Kos in vielen Phasen deutlich. Auch wenn die Gäste mit aggressiv-offensiver Abwehrarbeit alles versuchten den Schaden möglichst gering zu halten. Nur beim 1:2 (5.Min.) führte der TuS einmal, danach bauten die Engerserinnen über 5:2 (12.) und 10:5 (27.) den Vorsprung kontinuierlich aus. In Halbzeit zwei gelangen ihnen dann auch attraktive Spielzüge und sehenswerte Tempogegenstöße. Dazu bracht Torfrau Alexandra Irmgartz die gegnerischen Schützinnen mit ihren Paraden immer wieder zur Verzweiflung. Nach zweimal 30 Minuten stand ein deutlicher Sieg zu Buche und ein Trainer mit einem Hauch Wehmut. „Hier hatte ich meine schönste Zeit“ meinte Mario Kos, der zur neuen Saison die Bendorfer Herren übernehmen wird. „Mein Herz bleibt hier. Meine Mädels vergesse ich nie.“

Es spielten: Alexandra Irmgartz, Hanna Pfeiffer, Birgit Peusens (3), Anna-Lena Pawisa, Jana Schubert (4), Kerstin Neckel (3), Carolin Wambach (3), Jacqueline Hessemer, Anne Kinzer (1), Helen Ganzer (7/5), Lara Mohrs, Lena Brink (2), Jördis Gluch (3), Kathi Marx.

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