Lokalsport | 02.08.2026, 18:43 Uhr

„Jungs vom Wasserturm“ gewinnen 4:2 gegen Diefflen

Traumstart für den FV Engers in die neue Saison

Hasan Kesikci - hier abgeklatscht von Vadim Semchuck - zeigte zum Saisonauftakt gegen Diefflen sein bisher wohl bestes Spiel im Dress des FV Engers.
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Engers. Der FV Engers hat einen nahezu perfekten Start in die neue Oberliga-Saison erwischt. Das Team von Trainer Julian Feit schlug den Namensvetter aus Diefflen souverän und verdient mit 4:2 - und schaffte damit die Revanche für die 4:2-Niederlage gegen die Saarländer am letzten Spieltag der Vorsaison.

Der entscheidende Schachzug gelang Feit dabei schon vor dem Anpfiff, als er Hasan Kesikci von der bislang gewohnten Mittelstürmerposition auf außen zog. „Da fühle ich mich tatsächlich wohler“, kommentierte der 23-Jährige nach dem Spiel, was man in den 90 Minuen zuvor auf dem Platz hatte zweifelsfrei beobachten können. Der Deutsch-Türke wirbelte auf der rechten Seite und zeigte wohl sein bislang bestes Spiel in grün und weiß. Er war es auch, der in der 15. Minute einen langen Ball elegant herunterpflückte und perfekt für Nils Wambach zum Ausgleich auflegte. Eminent wichtig, denn nur drei Minuten zuvor waren die Gäste mitten in die starke Engerser Anfangsphase hinein mit ihrem ersten Schuss aufs Tor in Führung gegangen - und hätten dann fast sogar noch nachgelegt. Doch mit dem 1:1 war die kurzzeitige Verunsicherung bei den Engersern im Keim erstickt.

Der Rest der ersten Halbzeit verlief dann ausgeglichen, auch wenn die Gastgeber in einer munteren Partie die besseren Chancen hatten, vor allem in Person von Rico Rößler. Doch der Rückkehrer sorgte zwar für viel Dampf, blieb vor dem Tor aber glücklos.

Ganz anders Kesikci, der kurz nach Wiederanpfiff das Leder trocken aus zwölf Metern in den Winkel hämmerte (53.) und damit die goldenen Phase des FVE eröffnete. Denn nur sechs Minuten später war das Spiel entschieden. Erst hatte Manuel Simons Gästekeeper Kai Zahler nach einer Vorlage von Nils Wambach mit viel Gefühl überlupft, dann war der flinke Außenstürmer nach einem fatalen Fehlpass der Gäste allein auf den Torwart zugelaufen. Der schaffte es zwar, Simons nach links abzudrängen, doch der Winkel war noch nicht spitz genug, um ihn daran zu hindern, dass er zum 4:1 einschob (59.).

Zwar kamen die Saarländer noch einmal heran, als Starstürmer Fabian Poß in der 72. Minute nach einer Ecke einköpfte, doch richtig spannend wurde es nicht mehr. Die Engerser, bei denen auch Last-Minute-Neuzugang Nihat Feralji ab der 68. Minute seine Premiere feierte, blieben weiter das aktivere Team, vergaben noch eine Handvoll Chancen, spielten so aber vor allem mit einer ganzen Reihe von Ecken die Zeit herunter. Letztlich gratulierte auch Gästetrainer Thomas Hofer zu einem verdienten Sieg. 75 Minuten lang hatte er sein Team auf Augenhöhe gesehen - aber eben nicht in der ersten Viertelstunde nach der Pause.

Für die Engerser geht es nun weiter am Samstag, 8. August, im Derby bei den Sportfreunden Eisbachthal (Anpfiff 16 Uhr). Am Samstag, 15. August, 15:30 Uhr kommt dann Regionalliga-Absteiger und Meisterschafts-Topfavorit TSV Schott Mainz zum Wasserturm.

Steffenfauseweh, Ulf

In einem temporeichen Spiel waren die Engerser - hier Gabriel Müller - ihren Gästen aus Diefflen meist einen Tick voraus.

In einem temporeichen Spiel waren die Engerser - hier Gabriel Müller - ihren Gästen aus Diefflen meist einen Tick voraus. Foto: Ulf Steffenfauseweh

Als Staubsauger im Mittelfeld stellte Jonas von Haacke seine Klasse einmal mehr unter Beweis und eroberte zahlreiche Bälle - auch wenn es mal schmerzlich war. Insgesamt war die Partie gegen Diefflen aber ausgesprochen fair.

Als Staubsauger im Mittelfeld stellte Jonas von Haacke seine Klasse einmal mehr unter Beweis und eroberte zahlreiche Bälle - auch wenn es mal schmerzlich war. Insgesamt war die Partie gegen Diefflen aber ausgesprochen fair. Foto: Ulf Steffenfauseweh

Hasan Kesikci - hier abgeklatscht von Vadim Semchuck - zeigte zum Saisonauftakt gegen Diefflen sein bisher wohl bestes Spiel im Dress des FV Engers. Foto: Ulf Steffenfauseweh

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