Rudern - Gymnasial-Turn-Ruder-Verein Neuwied bei den Südwestdeutschen Meisterschaften
Zwei Titel nach Hause geholt
Lukas Effert und Ruben Falkenburg sind Südwestdeutsche Meister 2013!
Neuwied. Zum Saisonfinale in Trier kämpften acht Ruderer des Gymnasial-Turn-Ruder-Verein Neuwied um den Meistertitel. Im Kleinboot fuhr man auf der olympischen Halbdistanz von 1000 Metern, im Großboot am Sonntag waren es 500 Meter.
Das erste Finale im Kleinboot mit Neuwieder Beteiligung war am Samstag der Jungen-Einer 13 Jahre mit Lukas Effert. Obwohl es für ihn erst die zweite Regatta war, mangelte es keineswegs am Selbstbewusstsein des Jungen Jahrgang 2000. Lukas Effert schoss wie eine Rakete aus dem Startponton und ging mit deutlich höherer Frequenz als seine Gegner aus Mainz und Saarbrücken ins Rennen. Auf der zweiten Streckenhälfte musste er dem hohen Anfangstempo Tribut zollen, jedoch schaffte er es einen Vorsprung von 0,53 Sekunden übers Ziel zu retten, was etwa einer halben Luftkastenlänge entspricht. Somit hatte Neuwied gleich im ersten Finale des Wochenendes bereits einen Südwestdeutschen Meister. Am Sonntag konnte Lukas im Rahmen der Trierer Herbstregatta seinen nächsten Sieg verbuchen, diesmal über 500 Meter.
Ruben Falkenburg tat sich da etwas schwerer auf dem Weg zum Titel. Der alte Hase trat am Samstag im Leichtgewichts-Junior-Einer der Altersklasse A (17/18 Jahre) an. Beim Start geriet das Boot in Schräglage, ein Luftschlag auf Steuerbord war die Folge. Nachdem sich Ruben neu geordnet hatte, startete er eine bravouröse Aufholjagd, welche allerdings nicht gekrönt wurde. Am Ende war es der zweite Platz. Dies war jedoch nicht seine letzte Chance.
Am Sonntag hatte er gleich zweimal die Gelegenheit, sich noch einmal im Großboot zu beweisen. Im Junior-Vierer ohne Steuermann der Altersklasse A in Renngemeinschaft mit Ruderern aus Ingelheim, Koblenz und Speyer erwischte die Mannschaft keinen guten Start und verlor gleich zu Beginn des Rennens eine halbe Bootslänge. Trotz des guten Renntempos konnte man sich nicht an der führenden Mannschaft vorbeischieben. Somit blieb für Ruben und seine Mannschaft auch hier nur der zweite Platz übrig. Die letzte Chance blieb dann im Junior-Doppelvierer ohne Steuermann der Altersklasse A, in Renngemeinschaft mit Ruderern aus Ingelheim, Koblenz und Kreuznach. Nach einem sauberen Start lagen alle vier Boote auf einer Höhe. Die Mannschaft um Ruben Falkenburg konnte sich jedoch dank einer höheren Frequenz durchsetzen und gewann somit die Südwestdeutsche Meisterschaft in dieser Bootsklasse.
Onur Karaca und Melvin Hauschild mussten sich am Samstag im Junior-Einer der Altersklasse B (15/16 Jahre) beweisen. Onur war nicht in optimaler physiologischer Verfassung und musste mit einer leichten Erkältung kämpfen, für Melvin war es, wie für Lukas, erst die zweite Regatta. Im ersten Vorlauf konnte Melvin einige gute Akzente setzen, jedoch reichte es nicht für den zweiten Platz, welcher für den Einzug ins Finale nötig gewesen wäre. Somit war es Platz drei. Onur konnte im zweiten Vorlauf den zweiten Platz halten und rettete sich somit ins Finale. Dort konnte er in der ersten Rennhälfte um den dritten Platz kämpfen, doch auf der zweiten Streckenhälfte musste er aufgrund seiner bereits angesprochenen Verfassung Federn lassen. Am Sonntag ging es für beide in verschiedenen Renngemeinschaften im Junior Doppelvierer mit Steuermann der Altersklasse B an den Start, wo sie Platz zwei und drei belegten. Melvin startete nochmals im Einer bei der Trierer Herbstregatta. Dort konnte er mit langen kräftigen Schlägen in Führung gehen. Am Ende gewann Melvin mit gut anderthalb Bootslängen Vorsprung.
um Schluss der Südwestdeutschen Meisterschaft setzten die führenden Trainer des Ruderverbandes Rheinland Sportler aus allen möglichen Vereinen, zufällig zusammengewürfelt, in drei verschiedene Achter, die gegeneinander antraten. Sechs Neuwieder Ruderer waren dabei, die auf zwei Achter verteilt waren. Also konnten Onur Karaca, Melvin Hauschild und Marius Grzembke im Achter auf Bahn Eins den Neuwiedern aus dem anderen Achter auf Bahn Drei mit Jonas Effert und Sebastian Kiehnle zuwinken. Nach einem schlechten Start aller drei Achter im Feld, womit wirklich niemand rechnen konnte, setzte sich der Achter auf Bahn Zwei mit einer Luftkastenlänge Vorsprung ab. Die beiden anderen Achter mit Neuwieder Beteiligung kämpften Kopf an Kopf um Platz Zwei, bis im Achter auf Bahn Eins einem Ruderer der Rollsitz aus der Rollbahn gesprungen ist. Somit blieb für die Neuwieder Achter Platz Zwei und Drei. Prominentes Flair erreichte die Südwestdeutsche Meisterschaft durch die Teilnahme von Richard Schmidt aus dem Deutschlandachter, welcher für seinen Heimatverein, dem RV Treviris Trier im Männer-Achter an den Start ging und gewann.
Die insgesamt guten Ergebnisse der GTRVN-Ruderer lassen für die nächste Saison hoffen.
