Politik | 25.11.2022

3. Dialogforum SmartQuart Kaisersesch und 12. Wasserstofftagung Wasserstoff- und Brennstoffzellen Netzwerk Rheinland-Pfalz

12. Wasserstofftagung in Kaisersesch war ein voller Erfolg

V. l. n. r.: Projektleiter Uwe Diederichs-Seidel mit Gerhard Walgenbach, Edgar Johann und Ulrich Zimmer vom H2BZ Netzwerk RLP e. V., den Referenten Stefan Schmitt und Heinz Flick und Bürgermeister Albert Jung. Foto: Verbandsgemeinde Kaisersesch

Kaisersesch. Unter dem Motto „3. Dialogforum SmartQuart Kaisersesch und 12. Wasserstofftagung Wasserstoff- und Brennstoffzellen Netzwerk Rheinland-Pfalz“ stand die gemeinsame Informationsveranstaltung des H2BZ Netzwerks Rheinland-Pfalz e. V. mit dem Kaisersescher SmartQuart-Projekt der Verbandsgemeinde Kaisersesch. Vier Referenten gaben Einblicke in den Einsatz von klimafreundlichem Wasserstoff, den aktuellen Projektstand von SmartQuart und stellten die Dekarbonisierung großindustrieller Prozesse und den Schwerlastverkehr der Zukunft vor. Bei seiner Begrüßung wies Bürgermeister Albert Jung, auch in seiner Funktion als Vorsitzender des H2BZ Netzwerkes RLP e. V., auf die zentrale Bedeutung der Verbandsgemeinde Kaisersesch bei der Entwicklung von übertragbaren Lösungen der Zukunftstechnologie Wasserstoff hin. „Unter Einsatz von Wasserstofftechnologien wird in Kaisersesch demonstriert, wie erneuerbare Energie für Wärme, Strom und Industrie intelligent mit dem Mobilitätssektor gekoppelt wird. Hierbei wird gewährleistet, dass die Wertschöpfung in der Region bleibt. Ein Modellprojekt, das für alle ländlichen Regionen in ganz Deutschland zukunftsweisend und vor allem auch anwendbar sein wird.“ Im Rahmen des „3. Dialogforum SmartQuart Kaisersesch“ informierte Uwe Diederichs-Seidel, Projektleiter SmartQuart in Kaisersesch über den aktuellen Projektstand des Wasserstoffquartiers. Mittlerweile ist mit dem Bau der Anlagen neben der Verbandsgemeindeverwaltung Kaisersesch begonnen worden. Große Fortschritte sind vor allem bei der Verlegung der Wasserstoffpipeline zum Abwasserwerk an der Ausfahrt der A48, wo eine Wasserstofftankstelle errichtet werden soll, zu sehen. Pro Woche werden hier einhundert Meter Stahlrohr in die Erde verlegt. Am 18. Oktober fand der Spatenstich zur Bauphase des Technikgeländes des Wasserstoffquartiers statt. Die Inbetriebnahme aller Anlagen und die Produktion von grünem Wasserstoff sind für das erste Quartal 2023 geplant. Das Quartier Kaisersesch ist mit einem Investitionsvolumen von über 8 Mio. Euro Teil des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) geförderten Projekts SmartQuart. In Kaisersesch wird ein wasserstoffbasiertes Microgrid mit der Demonstration der gesamten Wertschöpfungskette von der Erzeugung, Umwandlung, Speicherung, Verteilung sowie Nutzung regenerativer Energie durch den Endverbraucher in den Sektoren Wärme, Strom, Mobilität und Industrie aufgebaut. Einblicke in die Absichten der Schott AG zur Glasherstellung mit klimafreundlichem Wasserstoff gab Stefan Schmitt, Technical Services – Engineering Schott AG. Als Spezialglashersteller gehört die Schott AG einer energieintensiven Branche an. Am Standort Mainz wird der Konzern erstmalig die Beimischung von Wasserstoff in großtechnischen Schmelzversuchen an einer Wanne testen. Heinz Flick, Geschäftsführer des Deutschen Vereins des Gas- und Wasserfaches Hessen und RLP e. V., zeigte in seinem Vortrag die Möglichkeiten der Wasserstoffanwendung im Bereich der Wärmeenergieversorgung auf. Deutschland verfügt über ein sehr gut ausgebautes Netz an Gasleitungen, in dem Wasserstoff transportiert werden kann. Besonders ging Heinz Flick auf die bundesweite Zusammenarbeit der Verbände, Unternehmen und dem Deutschen Wasserstoffverband ein. Das aktuelle Positionspapier „Den Wasserstoff-Turbo einlegen“, der gemeinsam mit dem Wasserstoffverband entwickelt wurde, wird auch von dem Projekt „H2vorOrt“ und rund 180 Betreibern von Gasverteilernetzen in Deutschland unterstützt. Ziel ist es, den klimaneutralen Energieträger Wasserstoff über die bestehenden Gasverteilernetze für alle nutzbar zu machen. Mit seinem Vortrag zum Einsatz von Wasserstoff im Schwerlastverkehr rundete Andreas Normann, Geschäftsführer der Spedition M. Normann GmbH aus Bendorf, die Wasserstoffkonferenz ab. Er berichtete von den Planungen, mithilfe von Brennstoffzellen-LKWs einen neutralen Transport seiner Güter zu gewährleisten. Mit der Firma GP JOULE aus Nordfriesland, die in Bendorf eine Wasserstofftankstelle errichten möchten, und der Firma Clean Logistics SE aus Hamburg, die im Juni 2022 ihren ersten wasserstoffbetriebenen Zero-Emission-Truck der Öffentlichkeit präsentiert hat, wird bereits intensiv zusammengearbeitet.

Albert Jung dankte zum Abschluss den zahlreichen Teilnehmenden der Veranstaltung und den Referenten für ihre interessanten Vorträge.

Pressemitteilung

Verbandsgemeinde Kaisersesch

V. l. n. r.: Projektleiter Uwe Diederichs-Seidel mit Gerhard Walgenbach, Edgar Johann und Ulrich Zimmer vom H2BZ Netzwerk RLP e. V., den Referenten Stefan Schmitt und Heinz Flick und Bürgermeister Albert Jung. Foto: Verbandsgemeinde Kaisersesch

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