Politik | 24.10.2016

Jugendämter werben für Übernahme einer Pflegeelternschaft

168 Pflegefamilien betreuen 198 Pflegekinder im Kreis Neuwied

Das diesjährige Pflegeelternseminar bot den Pflegeeltern einerseits die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Pflegeeltern und anderseits interessante und aufschlussreiche Hintergründe zum Thema „Ängste bei Pflegekindern“: (v.l.n.r.) 1. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach, Thomas Gunkel und Sonja Schweinert (Pflegekinderdienst Kreis Neuwied), Sieglinde Raabe (Abteilungsleitung Soziale Dienste Stadt Neuwied), Monika Sausen (Dipl. Psychologin, Psychotherapeutin und Referentin des Seminars), Marianne Merz-Petrat und Reiner Schmorleiz-Engel (Pflegekinderdienst Stadt Neuwied), Margarete Benzler und Sonja Kurp (Pflegekinderdienst Kreis Neuwied). privat

Kreis Neuwied. 53 Pflegeeltern des Landkreises Neuwied und der Stadt Neuwied mit ihren 40 Kindern konnte der 1. Kreisbeigeordnete und Kinder- und Jugenddezernent des Landkreises Neuwied, Achim Hallerbach, zum 15. Pflegeelternseminar im Amalie-Raiffeisen-Saal der VHS Neuwied begrüßen.

Achim Hallerbach unterstrich in seiner Begrüßung die wichtige Bedeutung von Pflegefamilien im Rahmen der Jugendhilfe: „Unsere Pflegefamilien sind für uns ein wichtiger Vertragspartner, deren erzieherischer Beitrag nicht zu ersetzen ist. Liebe, Geborgenheit, Beständigkeit sind für die Entwicklung von Kindern unabdingbar und diese Bedürfnisse können auch nur durch eine Familie erfüllt werden.“ Pflegefamilien ermöglichen es den Kindern mit ihrem Engagement, durch viel Aufmerksamkeit, Zuwendung und Verständnis, oft erstmals Schutz und Verlässlichkeit zu erleben, so Hallerbach weiter. In der Stadt und Landkreis Neuwied leben derzeit 198 Pflegekinder in 168 Pflegefamilien.

Der Tag bot den Pflegeeltern einerseits die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Pflegeeltern und anderseits interessante und aufschlussreiche Hintergründe zu einem relevanten Thema bei Pflegekindern. Diplom Psychologin und Psychotherapeutin Monika Sausen berichtete über das Thema „Ängste bei Pflegekindern“.

Sie gab hierzu praxisbezogene Hilfestellungen für die Pflegeeltern, um in der täglichen Arbeit die Ängste und deren Verarbeitungs- oder Abwehrprozesse bewusst wahrzunehmen und verstehen zu können. Hierdurch werden nicht nachvollziehbare Verhaltensweisen der Kinder im Alltag für die Pflegeeltern erklärbar und es ermöglichen ihnen den Kindern bei der Bewältigung ihrer Ängste unterstützend zur Seite zu stehen.

Für die Kinder wurde währenddessen ein attraktives professionell betreutes Rahmenprogramm angeboten. Auch für das leibliche Wohl war gesorgt. Die Teilnehmer trafen sich alle zum gemeinsamen Mittagessen sowie zu Kaffee und Kuchen. Dies wurde von den Beteiligten zu geselligen und regen Gesprächen miteinander genutzt.

Die Veranstaltung wurde durch das Stadt- und Kreisjugendamt Neuwied sowie PfAd-Landesverband der Pflege- und Adoptivfamilien Rheinland-Pfalz e.V. organisiert und durchgeführt. Die nächste Veranstaltung für 2017 ist bereits in Planung.

Da für die Unterbringung von Kindern in einer Pflegefamilie ein steigender Bedarf zu verzeichnen ist, freuen sich die Jugendämter der Stadt und des Landkreises Neuwied über Bürgerinnen und Bürger, die sich für das Thema Pflegeelternschaft interessieren und stehen unter Tel. (0 26 31) 80 3-3 06 (Kreis) und (0 26 31) 80 2-1 43 (Stadt) gerne für Fragen zur Verfügung.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Neuwied

Das diesjährige Pflegeelternseminar bot den Pflegeeltern einerseits die Möglichkeit zum Austausch mit anderen Pflegeeltern und anderseits interessante und aufschlussreiche Hintergründe zum Thema „Ängste bei Pflegekindern“: (v.l.n.r.) 1. Kreisbeigeordneter Achim Hallerbach, Thomas Gunkel und Sonja Schweinert (Pflegekinderdienst Kreis Neuwied), Sieglinde Raabe (Abteilungsleitung Soziale Dienste Stadt Neuwied), Monika Sausen (Dipl. Psychologin, Psychotherapeutin und Referentin des Seminars), Marianne Merz-Petrat und Reiner Schmorleiz-Engel (Pflegekinderdienst Stadt Neuwied), Margarete Benzler und Sonja Kurp (Pflegekinderdienst Kreis Neuwied). Foto: privat

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