Politik | 23.09.2016

Staatsanwaltschaft Koblenz ermittelt wegen des Verdachts des versuchten Totschlags

18-jähriger Afghane stach auf Mitbewohner ein

Koblenz/Diez. Wegen des Verdachts des versuchten Totschlags und der vollendeten gefährlichen Körperverletzung führt die Staatsanwaltschaft Koblenz ein Ermittlungsverfahren gegen einen 18 Jahre alten afghanischen Staatsangehörigen, der in der Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende in Diez lebt.

Dem Beschuldigten wird zur Last gelegt, am Abend des 21.09.2016 nach einem Streit einen 20-jährigen Mitbewohner der Aufnahmeeinrichtung mit einem Küchenmesser erheblich verletzt und dessen Tod zumindest billigend in Kauf genommen zu haben.

Insbesondere soll der Beschuldigte dem Geschädigten in die Stirn, den Hinterkopf und in die Schulter gestochen haben. Durch die Stiche kollabierte ein Lungenflügel des Geschädigten und er erlitt eine Schädelverletzung. Nach entsprechender intensiv-medizinischer Behandlung befindet sich das Opfer derzeit nicht mehr in Lebensgefahr.

Der Beschuldigte wurde noch am Abend des 21.09.2016 durch Beamte der Polizeiinspektion Diez, die vom Sicherheitsdienst der Aufnahmeeinrichtung alarmiert worden war, vorläufig festgenommen. Am Nachmittag des 22.09.2016 wurde er der zuständigen Ermittlungsrichterin des Amtsgerichts Koblenz vorgeführt, die auf Antrag der Staatsanwaltschaft Koblenz Haftbefehl wegen Fluchtgefahr erließ.

Der Beschuldigte macht bislang von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch.

Über das Motiv der Tat oder deren sonstige Hintergründe liegen derzeit keine Informationen vor.

Pressemitteilung der

Staatsanwaltschaft Koblenz

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