Politik | 11.05.2016

20 Millionen Euro für den Breitbandausbau im Rhein-Sieg-Kreis

24.064 Haushalte und 2.173 Unternehmen profitieren

Landrat Sebastian Schuster und Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler bei der Übergabe des Förderbescheides in Berlin. privat

Rhein-Sieg-Kreis. „Es ist eins meiner Leuchtturmprojekte, das mir sehr am Herzen liegt – der Breitbandausbau! Ich bin sehr froh und auch ein wenig stolz darüber, dass der Rhein-Sieg-Kreis als zweitgrößter Landkreis Deutschlands zu den ersten gehört, die im gesamten Kreisgebiet eine schnelle Internetverbindung erhält“, so Landrat Sebastian Schuster.

Am Donnerstag, 28. April, konnte er gemeinsam mit seinem Wirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler in Anwesenheit der Bundestagsabgeordneten Elisabeth Winkelmeier-Becker (CDU) und Sebastian Hartmann (SPD) aus den Händen vom Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Alexander Dobrindt, den Förderbescheid zum Breitbandausbau im Rhein-Sieg-Kreis in Empfang nehmen können.

Der Rhein-Sieg-Kreis hatte sich fristgerecht an dem im November 2015 erfolgten ersten Aufruf für das Förderprogramm beteiligt. Ziel ist es, die bisher noch unterversorgten Standorte im Kreisgebiet, bei denen mangels Wirtschaftlichkeit ohne öffentliche Förderung keine Aussicht auf einen adäquaten Netzausbau besteht, mit schnellem Internet auszustatten.

Mit der von der Wirtschaftsförderung des Rhein-Sieg-Kreises beantragten Förderung, soll diese sogenannte „Wirtschaftlichkeitslücke“ abgedeckt und das Gebiet des Rhein-Sieg-Kreises weitgehend flächendeckend mit einer Übertragungsrate von mindestens 50 MBit/s versorgt werden. Die dazu notwendige Fördersumme beläuft sich auf 19,8 Mio. Euro. Die Hälfte dieses Betrages (9,9 Mio. Euro) hat nun das Bundesministerium bewilligt; weitere 40 Prozent (7,9 Mio. Euro) werden aus Mitteln des Landes NRW gewährt, den verbleibenden Eigenanteil von 10 Prozent (2,0 Mio. Euro) trägt der Rhein-Sieg-Kreis. Mit diesen Geldern sollen 145 Kabelverzweiger mit Glasfaser ausgebaut und 86 neu errichtet werden. Hierfür wird die Telekommunikationswirtschaft insgesamt 35 Mio. Euro im Rhein-Sieg-Kreis investieren.

„Vor dem Hintergrund der enormen Bedeutung leistungsfähiger Breitbandnetze für die Zukunftsfähigkeit einer Region kann dieser Erfolg nicht hoch genug eingeschätzt werden. Für den Rhein-Sieg-Kreis wird das einen Riesenschub bedeuten, da eine schnelle Internetverbindung ein wichtiger Standortvorteil ist. Mein besonderer Dank gilt daher der Kreispolitik, die die Bewerbung um die Förderung durch die Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel von Anfang an unterstützt hat.“

238 Kilometer Glasfaser sollen in den nächsten zwei Jahren verlegt werden

Laut Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler sollen im Rahmen des Breitbandausbaus in den nächsten zwei Jahren insgesamt 238 Kilometer Glasfaser verlegt werden. „Damit werden 24.064 Haushalte und 2.173 Unternehmen mit Bandbreiten von mindestens 50 MBit/s versorgt. Mehr als 40 Prozent dieser Anschlussinhaber können dann sogar auf Übertragungsgeschwindigkeiten von 100 MBit/s oder mehr zurückgreifen. Die Ausbaumaßnahmen kommen vor allem den infrastrukturell benachteiligten ländlichen Raum zugute, der dadurch als Wohn- und Wirtschaftsstandort erheblich an Qualität gewinnt“, erläutert Dr. Tengler.

Mit der Umsetzung der Maßnahmen soll schnellstmöglich begonnen werden. Zunächst müsse aber noch, so die bei der Kreiswirtschaftsförderung für den Breitbandausbau zuständige Siri Grischke, die Förderzusage des Landes NRW eingeholt werden. Grischke: „Wenn das erfolgt ist, werden wir umgehend die Ausschreibung durchführen. Ich hoffe, dass wir noch in diesem Jahr die Aufträge vergeben und die Ausbauarbeiten in 2018 abgeschlossen werden können.“

Pressemitteilung der

Kreisverwaltung des

Rhein-Sieg-Kreises

Landrat Sebastian Schuster (v.li.n.re.), Siri Grischke und Dr. Hermann Tengler, Kreiswirtschaftsförderer

Landrat Sebastian Schuster (v.li.n.re.), Siri Grischke und Dr. Hermann Tengler, Kreiswirtschaftsförderer

Landrat Sebastian Schuster und Kreiswirtschaftsförderer Dr. Hermann Tengler bei der Übergabe des Förderbescheides in Berlin. Fotos: privat

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