FWG Andernach e.V. besucht konduktive Förderung
500 Euro Spende überreicht
Andernach. Die Freie Wählergruppe Andernach e.V. (FWG) informierte sich kürzlich vor Ort über die konduktive Förderung nach Petö am St. Nikolaus-Stiftshospital in Andernach. Dabei überreichte die FWG eine Spende in Höhe von 500 Euro zur Unterstützung der wertvollen Arbeit mit Kindern und jungen Erwachsenen mit körperlichen und geistigen Beeinträchtigungen.
Begrüßt wurden die Mitglieder der FWG von der Geschäftsführerin Cornelia Kaltenborn, der kaufmännischen Leiterin Leonie Hain und der Konduktorin Szilvia Berendné-Sipos, die die Gäste durch die Räumlichkeiten in der Drususstraße führten und einen umfassenden Einblick in die tägliche Arbeit gaben. Die konduktive Förderung nach Prof. András Petö, die ursprünglich in Ungarn entwickelt wurde, richtet sich an Menschen mit Schädigungen des zentralen Nervensystems. Ziel ist es, diese Personen durch ganzheitliche Entwicklungsförderung zu größtmöglicher Selbstständigkeit im Alltag zu befähigen.
Aktuell werden in Andernach rund 50 Kinder und junge Erwachsene in kleinen Gruppen betreut. Begleitet werden sie von zwei pädagogisch-therapeutischen Fachkräften (Konduktoren) und einem Betreuungsassistenten.
Die jungen Patienten – viele von ihnen Frühgeborene oder nach Unfällen beeinträchtigt – verbringen am Vor- oder Nachmittag etwa drei Stunden in der Einrichtung. Sie erleben Bewegungsangebote und auch gemeinsame Essenszeiten. Der spielerische Ansatz steht dabei im Vordergrund: Es wird gesungen, gelacht und gelernt – immer mit dem Ziel, alltagsnahe Fähigkeiten aufzubauen und zu festigen.
Ein zentrales Anliegen der Einrichtung ist es, dass die Förderung nicht isoliert stattfindet, sondern direkt im Alltag der Kinder und jungen Erwachsenen ansetzt.
Trotz der Erfolge ist die Finanzierung nach wie vor herausfordernd. Laut Szilvia Berendné-Sipos übernehmen Krankenkassen die Kosten nicht. In den bayerischen Bezirken wird die konduktive Förderung in der Regel von der Eingliederungshilfe übernommen. Anders sieht es in Rheinland-Pfalz oder anderen Bundesländern aus: Hier werden Zuschüsse meist nur im Einzelfall und nach individueller Prüfung gewährt. „Daher ist die konduktive Förderung in Andernach auf Spenden angewiesen“, so Cornelia Kaltenborn.
„Wir sind tief beeindruckt von der Arbeit, dem Engagement des Teams und den Entwicklungsmöglichkeiten für die Kinder“, betonte die Vorsitzende der FWG, Sabine Hoffmann. „Diese Form der Förderung ist ein wichtiger Baustein bei der Therapie der Kinder und jungen Erwachsenen und verdient unsere Unterstützung.“
Wer die Arbeit der Einrichtung ebenfalls unterstützen möchte, findet weitere Informationen sowie die Bankverbindung unter: https://www.stiftshospital-andernach.de/medizin-pflege-und-therapie/konduktive-foerderung.
Pressemitteilung der Freien
Wählergruppe Andernach e.V.
