Stadtrat beschloss Baurecht für das Hotel und die Wohnbebauung auf dem ehemaligen VVR-Gelände
60 Hotelbetten und Wohnbebauung sollen entstehen
Remagen. In der letzten Ratssitzung vor dem Jahresende hatte der Remagener Stadtrat unter dem Vorsitz von Bürgermeister Herbert Georgi eine umfangreiche Tagesordnung zu bearbeiten. In vielen Dingen gab der Rat nach den umfangreichen Vorbereitungen in den städtischen Gremien grünes Licht. So auch bei der Festsetzung der Wasser- und Abwasserpreise, der Änderung der Friedhofsgebührensatzung und dem Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2017. Um es vorweg zu nehmen, bleiben Wasser- und Abwasserpreis erhalten. Bei den Friedhofsgebühren ändern sich lediglich die Gebühren für Urnenreihengräber, Urnenkaufgräber und Urnenstehlen. Sie werden um zehn Prozent erhöht. Alle anderen Gebühren bleiben erhalten. Detaillierte Berichte über die angesprochenen Punkte, einschließlich der Haushaltsberatungen und den Reden von Bürgermeister und Fraktionen zum Haushalt, wird es in den nächsten Ausgaben von Blick aktuell Remagen geben.
Wichtiger Punkt war sicher auch das neue Hotel und die neue Wohnbebauung in der Remagener Innenstadt. Hier stimmte der Stadtrat bei einer Gegenstimme mit breiter Mehrheit für das Baurecht auf dem ehemaligen Gelände des Verkehrs-Verlags Remagen zwischen Bismarckstraße, Bahnhofstraße, Marktstraße und Seelenstraße. Die Planung sieht vor, an der Bahnhofstraße ein dreigeschossiges Hotelgebäude mit Staffelgeschoss zu errichten. Im Hotel soll es bis zu 60 Betten geben und im Erdgeschoss eine Bäckerei mit Gastronomie. In der Seelenstraße soll ein dreigeschossiges, im Innenbereich des Quartiers ein zweigeschossiges Mehrfamilienhaus entstehen. Beide sind mit einem zusätzlichen Staffelgeschoss geplant. Die umgebende Bebauung des Quartiers wird entsprechend dem Bestand als Mischgebiet festgesetzt und die Stellung der Gebäude durch Baugrenzen und Baulinien definiert. Die Erläuterungen zu der Bebauung im Quartier zwischen den vier Innenstadtstraßen gab Stadtplaner Peter Günter von der Bauverwaltung der Stadt Remagen.
Die Gebäude einschließlich der Balkone werden ausschließlich auf dem Grundstück der Eigentümer errichtet. Öffentliche Verkehrsflächen werden nicht in Anspruch genommen. Die Ausfahrt aus dem Terrain soll über die Seelenstraße erfolgen. Autostellplätze sollen in einer Tiefgarage geschaffen werden. Zusätzlich zu dem Bebauungsplan verpflichtet sich der Vorhabenträger, die Eigentümer Tobias und Florian Wahl sowie Walter Delfing, gegenüber der Stadt zur Umsetzung bestimmter architektonischer Vorgaben. Dies betrifft neben der Übernahme sämtlicher Planungskosten und -leistungen beispielsweise die Staffelung der Gebäude oder auch die Maßgabe, dass im Blockinnenbereich begehbare Freibereiche eingerichtet werden, die eine Durchgängigkeit von der Bahnhofstraße zur Bismarckstraße sicherstellen.
Peter Wyborny von der Wählergruppe Remagen lehnte diese Planung im Sinne der Altstadt ab und sah dieses Hotel in der Innenstadt kontraproduktiv zum geplanten Hotel an den Brückentürmen von Remagen. Alle anderen Stadträte stimmten den Planungen zu. CDU-Fraktionsvorsitzender Walter Köbbing hob hervor, dass diese Bebauung mit Hotel und Wohnungen mehrfach im Ortsbeirat und in den städtischen Ausschüssen beraten worden sei. Nach den deutlich zurückgenommenen Planungen stimme die CDU zu.
Er sehe keine Kontraproduktivität zum Brückenmuseum. Zustimmung gab es auch von Grünenfraktionsvorsitzendem Frank Bliss. Das Gelände mit seiner Innenstadt-, Bahnhof- und Rheinpromenadennähe sei bestens geeignet für Hotel und Wohnbebauung. Man müsse sich hierzu nur mal ein Foto von Remagen um das Jahr 1910 ansehen, wo es zahlreiche Hotels in der Innenstadt gegeben habe. Große Einzelvillen seien dort sicher nicht zentrumskonform. Auch alle anderen Fraktionen und Parteien gaben ebenfalls grünes Licht für diese Bebauung auf dem ehemaligen VVR-Gelände.
Weitere Berichte über die Stadtratsitzung Remagen folgen.
AB
