Proiektstart in Sinzig: From School to Future
80.000 Euro für den Start ins Berufsleben
Unterstützung für Jugendsozialarbeit auf neuen Wegen
Kreis Ahrweiler. Startschuss für ein außengewöhnliches Projekt der Jugendsozialarbeit. Mit den Machern, allen Beteiligten und den Sponsoren wurde jüngst das Projekt „From Scholl to future“ hochoffiziell auf den Weg geschickt.
Nicht nur symbolisch trägt Wiederaufbau im Ahrtal bereits Früchte. Ein besonderes Beispiel ist das Projekt für Jugendsozialarbeit „From School to Future“, das jetzt durch die finanzielle Unterstützung mehrerer Kooperationspartner umgesetzt werden kann. Erklärtes Ziel ist es, junge Menschen in ihrer schulischen und beruflichen Ausbildung zu begleiten und zu deren Integration in die Arbeitswelt beizutragen. Zum offiziellen Projektstart trafen sich jetzt Initiatoren, beteiligte Akteure sowie Unterstützerinnen und Unterstützer in der Sinziger Janusz-Korczak-Schule (JKS). Sie erläuterten, warum diese neue Maßnahme der Jugendsozialarbeit sowohl für die involvierten jungen Menschen als auch für das Handwerk im Kreis Ahrweiler so bedeutend ist.
Der Kreisbeigeordnete Friedhelm Münch beleuchtete eingangs das Konzept des Projektes, das durch den „Runden Tisch zum (Wieder-)Aufbau der sozialen Infrastruktur“, ein kreisweiter Zusammenschluss sozialer Träger, der durch den Fachbereich „Jugend, Soziales und Gesundheit“ der Kreisverwaltung Ahrweiler ins Leben gerufen wurde, initiiert wurde. „Hier haben sich Fachleute unterschiedlicher Bereiche zusammengeschlossen und ihre fachliche Expertise eingebracht. Die .Initiative Jugendsozialarbeit - Schule, Handwerksberuf(ung), Ausbildung‘ ist eine der daraus entstandenen Schwerpunktgruppen und zeichnet für dieses Projekt verantwortlich“, so Münch.
Sein besonderer Dank galt den Beteiligten: Allen voran den engagierten Jugendlichen, die von der JKS und der benachbarten Barbarossaschule stammen, dem Haus der offenen Tür in Sinzig (HoT) vom Bistum Trier als Träger, den Sponsoren sowie Jugendstaatssekretär David Profit, der spontan die Schirmherrschaft übernommen hatte.
„Feste Ansprechpartnerin ist wichtig“
„Ich finde es gut, dass die besagte Initiative des .Runden Tisch‘ das Projekt auf den Weg brachte“, so der Staatssekretär. „Junge Menschen erhalten durch eine feste Ansprechpartnerin Rat und Tat beim Einstieg in das Berufsleben. Und das ist wichtig, weil der Berufseinstieg für viele junge Erwachsene sehr unsichere Lebensphasen mit einer Umstellung bedeuten.“
Das bestätigte auch Sozialarbeiterin Ulrike Michelt, Koordinatorin des Projekt „From School to Future“. Ihr persönliches Ziel sei, so Ulrike Michelt, „dass alle Jugendlichen ihre Ausbildung mit einem Gesellenbrief in der Tasche beenden.“ Kreisbeigeordneter Münch ergänzte an die beteiligten Jugendlichen gerichtet, die die Veranstaltung moderierten: „Sie alle sind bereits voller Motivation gestartet und haben selbst den Namen und das Logo entworfen - das finde ich richtig klasse.“ Er betonte, dass die Maßnahme nur durch außerordentlich großzügige Spenden für das erste Projektjahr so zeitnah auf den Weg gebracht werden konnte. „Herzlichen Dank dafür“, so Münch. Die Globus-Stiftung spendete 60.000 Euro, die SWR Herzenssache und die Lotto Rheinland-Pfalz-Stiftung jeweils 10.000 Euro.
„Wir unterstützen junge Menschen in schwierigen Situationen, um ihnen den Übergang in Ausbildung und Beruf zu ermöglichen“, erklärte Graciela Bruch, Vorstandsvorsitzende der Globus- Stiftung, die das Ahrtal bereits früh nach der Flutkatastrophe unterstützt hatte.
„Aus diesem Grund fördern wir sehr gerne dieses Projekt, welches jungen Menschen hilft, ihre Stärken und Fähigkeiten zu erkennen und sie auf eine handwerkliche Ausbildung vorzubereiten“, zeigte sich Graciela Bruch angetan.
„Die Berufsaussichten im Handwerk sind bestens. Wer im Landkreis Ahrweiler einen Handwerksberuf lernt, wird ein gutes Auskommen haben und leistet einen aktiven Beitrag zum Wiederaufbau und der Gestaltung der eigenen Heimatregion“, so Jugendstaatssekretär Profit. In diesem Sinne geht „From school to Future“ in die nächste Runde: Ulrike Michelt und die Jugendlichen suchen derzeit intensiv nach Ausbildungsbetrieben. BL
