Politik | 21.09.2021

Kreis zahlt weitere Soforthilfen an Privathaushalte aus

97 Prozent der Anträge bearbeitet

Antragsfrist endet am 30. September

Kreis Ahrweiler. Der Kreis- und Umweltausschuss wurde in seiner jüngsten Sitzung über den aktuellen Stand zur Soforthilfe des Kreises Ahrweiler informiert. Zudem wurde die Auszahlung von weiteren rund 20 Millionen Euro Spendengeldern beschlossen. Jeder in der Datenbank registrierte und bezugsberechtigte Privathaushalt darf daher ab Oktober mit einer Aufstockung der bereits ausgezahlten Soforthilfe rechnen.

Da es sich bei der Auszahlung der Spendengelder zum einen um eine „Soforthilfe“ und nicht um eine Aufbauhilfe handelt und zum anderen die Zahl der Anträge zuletzt deutlich zurückgegangen ist, wird das Ende der Antragsfrist auf den 30. September festgelegt.

Nach aktuellem Stand konnten bereits 17,7 Millionen Euro an die vom Hochwasser Betroffenen ausgezahlt werden. Von den bisher mehr als 15.900 eingegangenen Anträgen sind rund 97 Prozent abschließend bearbeitet.

Die Spenden wurden und werden ohne jeglichen Abzug von Verwaltungskosten an durch die Flutkatastrophe unmittelbar betroffene Privathaushalte, Gewerbebetriebe und soziale Dienstleister ausgezahlt. Darüber hinaus zahlt die Verwaltung den persönlich betroffenen Bewohnerinnen und Bewohnern der fünf Senioreneinrichtungen (Maternusstift Altenburg, St. Maria Josef Ahrweiler, Fliedner Residenz, Villa Sibilla und Augustinum, Bad Neuenahr) sowie den Bewohnerinnen und Bewohnern des Lebenshilfehauses in Sinzig ebenfalls eine Soforthilfe in Höhe von jeweils 1000 Euro (analog zu Privathaushalten bis zwei Personen) aus.

Bereits seit dem 22. Juli 2021 läuft das Soforthilfe-Programm des Kreises, das ausschließlich durch Spendengelder finanziert wird. Inzwischen sind auf dem Spendenkonto des Kreises rund 31,2 Millionen Euro (Stand 15. September 2021) von Privatpersonen, Vereinen, Firmen, anderen Kommunen und weiteren Spendern eingegangen. Hinzu kommen die Gelder des Spendenkontos des Landes, die sich bislang auf rund 10,18 Millionen Euro belaufen. Insgesamt sind somit circa 41,4 Millionen Euro an Spenden eingegangen.

Die Verwaltung schätzt, dass sich die Gesamtzahl der Anträge auf etwa 18.000 belaufen wird. Unter Berücksichtigung der noch zu bearbeitenden und der bis zur Antragsfrist eingehenden Anträge werden weitere rund vier Millionen Euro aus der Soforthilfe ausgezahlt. Das heißt: Von der bis dato eingegangenen Gesamtspendensumme würden - dank der großen Spendenbereitschaft und enormen Solidarität für die Menschen im Ahrtal - noch rund 20 Millionen Euro zur Verfügung stehen. Der Kreis wird diese Restsumme daher auf jeden in der Datenbank bereits registrierten und bezugsberechtigten Privathaushalt aufteilen. Dies entspricht einer Aufstockung in Höhe von voraussichtlich 1200 Euro.

Um das Verfahren möglichst unbürokratisch zu gestalten, muss kein neuer Antrag gestellt werden. Wichtig: Die Beträge werden automatisch durch die Kreisverwaltung ausgezahlt.

Weitere Informationen zur Soforthilfe des Kreises Ahrweiler gibt es unter https://kreis-ahrweiler.de > Antrag für die Soforthilfe Kreis Ahrweiler.

Pressemitteilung

Kreis Ahrweiler

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