Bau des Straßendurchbruchs Metternich startet Mitte Mai
Abfahrt Rübenacher Straße wird gesperrt
Koblenz. Die Bauarbeiten für den Straßendurchbruch Metternich beginnen wie geplant Mitte Mai 2018, teilte das Koblenzer Tiefbauamt mit.
Beim sogenannten Straßendurchbruch handelt es sich um die Fortsetzung der bereits im Bau befindlichen L 52 Nordentlastung Koblenz-Metternich, die derzeit unter der Federführung des LBM hergestellt und auf Höhe einer neu herzustellenden Ampelanlage im Bereich des Weinackerweges enden wird. Der städtische Anteil an der Gesamtmaßnahme hatte sich im Zuge der Planungen verlängert, da der komplette Streckenabschnitt ab dem Knotenpunkt Weinacker zukünftig in der Baulast der Stadt Koblenz ist. Nach Fertigstellung aller Bauabschnitte erhält die Stadt Koblenz zukünftig eine direkte Straßenverbindung zwischen der stadteinwärts führenden B 9 im Norden und der in Richtung Kurt-Schumacher-Brücke verlaufenden B 416 im Süden, durch die insbesondere viele Bereiche in Metternich verkehrlich entlastet werden.
Baumaßnahmen in zwei Ausbauabschnitten
Beim Straßendurchbruch Metternich handelt es sich um den baulich schwierigsten Bereich im Zuge der Herstellung der Nordentlastung, da neben dem reinen Straßenbau auch ein Brückenbauwerk, mehrere Stützwände, eine neue Lichtsignalanlage sowie die Verlegung einer wichtigen Versorgungsleitung herzustellen sind. Aufgrund der vielen unterschiedlichen Gewerke wird die Maßnahme daher in zwei Ausbauabschnitten durchgeführt.
Der Mitte Mai beginnende 1. Abschnitt beinhaltet die Erd- und Kanalbauarbeiten, die Verlegung einer Versorgungsleitung sowie die Herstellung eines Brückenbauwerks für Fußgänger und Radfahrer entlang der Bahntrasse. Anfang 2019 soll es dann ohne weitere Verzögerungen mit dem Straßenendausbau und der Herstellung zweier Stützwände sowie einer neuen Ampelanlage auf der Rübenacher Straße weiter gehen. Bereits im Vorfeld der Maßnahme wurden die notwendigen Voruntersuchungen, Rodungsarbeiten sowie der Abriss einer Autowerkstatt durchgeführt. Die letzten baurechtlichen Voraussetzungen in Form von Grundstücksankäufen konnten erst Anfang 2018 endgültig abgeschlossen werden. Gleich zu Beginn der Baumaßnahme ist eine etwa vierwöchige Vollsperrung der Abfahrt von der Rübenacher Straße auf die B 416 (Wendeschleife) erforderlich.
Die geschätzten Baukosten für die Herstellung des gesamten städtischen Ausbauabschnittes ab dem Knotenpunkt Weinacker bis zur Rübenacher Straße betragen rund 3,2 Millionen. Aufgrund der hohen Verkehrsbedeutung unterstützt das Land Rheinland-Pfalz die Maßnahme mit einer Förderung von 65 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten, sodass der reine Stadtanteil derzeit auf etwa 1,1 Millionen Euro geschätzt wird. Bei planmäßigem Projektverlauf ist von einer Fertigstellung der Gesamtmaßnahme Ende 2019/Anfang 2020 auszugehen.
Historie zur Nordentlastung
Die jetzt geplante Lösung stellt gegenüber den ersten Überlegungen für eine zweistreifige Nordentlastung aus dem Jahr 2013 eine deutliche Verbesserung dar. Die ursprünglich geplante Variante beinhaltete nur die Herstellung des Straßendurchbruches in Metternich mit Anschluss an den heute bereits vorhandenen Weinackerweg sowie den Umbau des ehemaligen Kreisverkehrsplatzes „An der Römervilla“ in einen lichtsignalgesteuerten Knotenpunkt. In den Zwischenbereichen hätte der Verkehr weiterhin über das bestehende Straßennetz abgewickelt werden müssen. Aufgrund der Bereitschaft des Landes, zusätzlich den Lückenschluss zwischen dem Knotenpunkt „An der Römervilla“ und dem Weinackerweg inklusive neuem lichtsignalisierten Knotenpunkt herzustellen, entsteht jetzt eine komplett neue und leistungsfähige Verkehrsachse, die zukünftig auch als Entlastungs- bzw. Ausweichstrecke für die hoch belastete B9 genutzt werden kann. Den dadurch gestiegenen Gesamtkosten steht demnach ein deutlicher Mehrwert für die Stadt Koblenz gegenüber, der sich zukünftig positiv auf das städtische Verkehrsnetz auswirken wird.
Pressemitteilung der Stadt Koblenz
