Politik | 09.09.2024

SPD Kreisverband Neuwied zur Situation bei Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach

„Absolut inakzeptables“ Vorgehen

Martin Diedenhofen und Lana Horstmann  Foto: Martin Schmitz

Kreis Neuwied/Andernach. Solidarität der SPD Neuwied mit den Beschäftigten bei Thyssenkrupp Rasselstein in Andernach: Die Beschäftigten fürchten um den Standort und die Zukunft der Stahlindustrie. Ihr Ärger richtet sich dabei vor allem gegen den CEO des Mutterkonzerns Thyssenkrupp, Miguel López. Dieser treibt undurchsichtig den Verkauf von Teilen der Stahlsparte voran, sorgt für Chaos im Unternehmen und geht rücksichtlos mit den Beschäftigten um. Unlängst sind mehrere Vorstände und Mitglieder des Aufsichtsrates zurückgetreten.

Für die SPD Neuwied ist das Vorgehen auf dem Rücken der Beschäftigten absolut inakzeptabel. Der Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete Martin Diedenhofen und die Stadtverbandsvorsitzende und Landtagsabgeordnete Lana Horstmann betonen: „Als SPD im Kreis Neuwied kämpfen wir Seite an Seite mit den Beschäftigten bei Rasselstein für den Standort Andernach und die Zukunft der Stahlindustrie in unserem Land. Der CEO von Thyssenkrupp, Miguel López, gefährdet mit seinem Handeln unzählige Arbeitsplätze. Das können wir so nicht hinnehmen und sind solidarisch mit der Belegschaft.“

Am Rande des mobilen Betriebsbüros tauschten sich Diedenhofen und Horstmann mit den Beschäftigten, dem Betriebsrat und den Verantwortlichen der IG Metall aus. Sie finden: „Man hat das Gefühl, dass da ein sehr gut verdienender Manager in der Chefetage sitzt und weder im Interesse des Unternehmens noch der Belegschaft handelt.“ Denn es gebe es klare Unterstützung für den nötigen Umbau der Stahlindustrie hin zu einer klimafreundlichen Produktion. Bund und Land haben hierfür bereits zwei Milliarden Euro zugesagt.

Diedenhofen und Horstmann versprachen, weiterhin solidarisch an der Seite der Beschäftigten zu stehen und auf allen Ebenen für eine langfristige, stabile Zukunft für Rasselstein in Andernach und andere Stahlbetriebe zu kämpfen. Auch die rheinland-pfälzische Arbeits- und Transformationsministerin Dörte Schall und die SPD-Fraktionsvorsitzende im Landtag, Sabine Bätzing-Lichtenthäler, stehen solidarisch an der Seite der Belegschaft und kündigten bereits an, sich vor Ort mit den Verantwortlichen auszutauschen.

Hintergrund: Seit dem Amtsantritt von López als CEO bei Thyssenkrupp im Juni letzten Jahres hat sich der Aktienwert des Unternehmens laut IG Metall mehr als halbiert. Verantwortung übernehmen wolle López nicht, er wolle sie abgeben. Die IG Metall schreibt: „Lopez verkaufte bereits 20 Prozent der Stahlsparte an den Milliardär Daniel Kretinsky, mit der Aussicht, dass dieser langfristig die Hälfte des Unternehmens übernehmen soll. López will Stahl kleinschrumpfen und billig loswerden, geht dabei skrupellos vor und gefährdet die Arbeitsplätze tausender Beschäftigter. Eine konstruktive Zusammenarbeit ist mit dem Manager unmöglich, das zeigte die letzte Aufsichtsratssitzung von Thyssenkrupp Steel, bei der eigentlich eine Vereinbarung über die Finanzierung der Stahlsparte geschlossen werden sollte. Ihr Ergebnis: Vier Aufsichtsratsmitglieder warfen hin, drei Stahlvorstände wurden abgelöst.“

Pressemitteilung

SPD Kreisverband Neuwied

Martin Diedenhofen und Lana Horstmann Foto: Martin Schmitz

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Kommentare
09.09.202416:31 Uhr
Amir Samed

Nach nur zwei Jahren Ampel geht es an die wirtschaftliche Substanz Deutschlands. Wohl noch nie in der Geschichte hat eine Regierung derartig sehenden Auges das ihr anvertraute Land ruiniert. In der um sich greifenden Planwirtschaft hat Thyssenkrupp zwei Milliarden € für den Umbau zur Herstellung von „grünem Stahl“ kassiert, muss aber, durch eine absurde Energiepolitik, horrende Zahlungen für Energie tätigen, dies kann kein Konzern lange durchhalten. Das jetzt die SPD in Neuwied einen anderen Beschuldigt ist eine typische Reaktion von Sozialisten. Geliefert wie bestellt.

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