Politik | 08.08.2017

Kontroverse auf der Karthause

Absperrung zweier Straßen mittels abschließbarer Poller

Bürgerversammlung am 16. August um 19 Uhr

Diese Poller sorgen bei den Anwohnern für Unmut. HH

Koblenz-Karthause. Seit nunmehr zwölf Wochen geht es um die abschließbaren Poller in der Straße am Leymberg und Litzerling auf der Karthause. In einem Bürgertreffen mit David Langner am 06. Juni, wurde eindeutig die zwischenzeitlich entstandene Situation der Anwohner der beiden Straßen erörtert. In erster Linie ging es den Bürgern darum, dass die vorhandenen Poller, die jeder Bewohner der beiden Straßen mit einem Dreikant Schlüssel bei Bedarf selbst öffnen konnten, durch abschließbare Poller ersetzt wurden. Der Schlüssel für diese Poller ist bei der Stadt hinterlegt und jeder Anwohner, der Bedarf hat, kann diesen Schlüssel bei der Stadt anfordern, muss dann allerdings 17,50 Euro als Entgelt an die Stadt entrichten. Dies führte selbstverständlich zu massiven Unstimmigkeiten bei den Anwohnern. In einem Bürgergespräch am 21. Juni mit Vertretern der Stadt, wurde dieses Thema stark diskutiert, jedoch, das Ergebnis blieb erfolglos. Dem Initiator der ganzen Angelegenheit, Dr. Thomas Hallbauer, liegt seit dem 25. Juli ein Schreiben des Oberbürgermeisters Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig vor. In dem Schreiben heißt es, dass die Verwaltung die verschiedenen Nutzer- und Anliegerinteressen aufgenommen und vor den rechtlichen Hintergründen geprüft hat. Leider kann derzeit noch kein konkreter und schnell umsetzbarer Lösungsansatz benannt werden.

Weiter heißt es im Schreiben, dass in enger Zusammenarbeit mit dem städtischen Rechtsamt die momentane Ist-Situation nochmals umfänglich rechtlich beurteilt wurde. Vor dem Hintergrund der von den Bürgern geschilderten Situation, dass Rettungsdienste die Poller mit städtischen Schließsystem nicht öffnen können, wurde unmittelbar eine erneute Abstimmung mit den im Rettungsdienst der Stadt Koblenz tätigen Organisationen vorgenommen und im Bedarfsfall um entsprechende Schlüssel ergänzt.

Dies bedeutet für die betroffenen Anwohner nur ein kleiner Schritt, der jedoch am 16. August bei einem Gespräch mit zwei OB-Kandidaten (Bert Flöck und David Langner) um 19 Uhr im Jugend- und Bürger Zentrum (JuBüz) noch einmal zur Sprache kommen wird.

Das dies nicht nur ein Problem auf der Karthause ist, wurde vor einiger Zeit auch auf der Horchheimer Höhe im Bereich Nr. 31 bekannt. Hier stellt sich die gleiche Situation dar, hier handelt es sich jedoch nicht um einzelne Häuser, sondern um eine Reihe von Hochhäusern, die jedoch überwiegend von Senioren bewohnt werden.

Diese Poller sorgen bei den Anwohnern für Unmut. Foto: HH

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Kommentare
24.08.201716:05 Uhr
juergen mueller

"Karthäuser Gespräche"
Herr SCHÖLL, FDP Karthause, hat es auf den Punkt gebracht.
Keine Spürbarkeit von OB-Wahlkampf oder umsetzbaren Ideen - stattdessen politisches Geplänkel ohne Höhen u. Tiefen, das Beklagen von nicht vorhandenbarem bezahlbaren Wohnraum, ohne auf die jahrzehntelangen Fehler der Stadtpolitik (CDU/SPD vorrangig) in der Wohnbaupolitik näher einzugehen, die sich in ihrer Forderung nach mehr Ansiedlung von Gewerbe/Industrie u. mehr Arbeitsplätzen so verrannt hat, dass kein Platz für ein Denken unter sozialen Aspekten verblieb. Sozialer Wohnungsbau stagnierte völlig im Gegensatz zu Investorentum für die Mittel-/gehobene Schicht, was sich an diversen Wohnungsbauprojekten eindeutig herauskristallisiert. CDU/SPD versuchen mit einer neuen, riskanten Strategie ihre Versäumnisse auszubügeln, ohne aufgrund z.B. steigender Bauzinsen den Gefährdungsindex zu berücksichtigen.
Der Größenwahn, sich mit anderen (gestandenen) Metropolen messen zu müssen, hat weiter Bestand.



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