Einziger Bewerber erhielt 86,5% der Stimmen
Achim Hallerbach (CDU) alter und neuer Neuwieder Landrat
Kreis Neuwied. Achim Hallerbach ist Neuwieds alter und neuer Landrat. Alles andere wäre auch mehr als eine Sensation gewesen. Die 143.000 Wahlberechtigten hatten bei der Wahl nämlich keine Auswahl.
Dennoch konnte der Amtsinhaber mehr als zufrieden sein: 86,5% der Wähler bestätigten ihn mit einem „ja“ im Amt. Lediglich 13,5% wollten den 59-jährigen abwählen. Entsprechend hocherfreut „damit habe ich nicht gerechnet“ reagierte Achim Hallerbach, als ihm der Wahlleiter und 1. Kreisbeigeordnete, Philipp Rasbach, rund anderthalbstunden nach Schließung der Wahllokale mit einem großen Blumenstrauß im Kreishaus gratulierte. Büroleiterin Diana Wonka schloss sich der Gratulation im Namen der Mitarbeiterschaft mit einem XXL-Paket Haribo den Glückwünschen an. Ebenfalls in der ersten Reihe stand Michael Mahlert, der Achim Hallerbach 2017 in der Landratswahl unterlag aber dann im Kreisvorstand eng und vertrauensvoll zusammen arbeitete. Ebenfalls im Kreishaus dabei waren die Familie, politische Weggefährten, Mitarbeiter und mehrere Bürgermeister. „Ich brenne auf die nächsten acht Jahre“, versprach Achim Hallerbach nicht an Elan zu verlieren. Bei den Wähler/innen bedankte er sich für deren Vertrauen. Das Ergebnis, deutlich über der eigenen Erwartung, überwältigte den Landrat. Es habe sich gelohnt, nah bei den Menschen zu sein und sich deren Anliegen anzunehmen. Ebenfalls zufrieden war er mit der Wahlbeteiligung von 31,2%. Die fiel innerhalb des Landkreises sehr unterschiedlich aus. In der Verbandsgemeinde Rengsdorf/Waldbreitbach gingen 46% der Wähler zur Wahlurne, während in Neuwied nur 19,4% die Wahllokale aufsuchten. „Im Stadtbereich spielt der Landrat traditionell für die Menschen eher eine untergeordnete Rolle“, erklärte Achim Hallerbach. In den Verbandsgemeinden Puderbach, Asbach und Rengsdorf/Waldbreitbach war sie am höchsten, weil gleichzeitig über den jeweiligen Verbandsbürgermeister abgestimmt wurde. In Asbach wurde Michael Christ (CDU) mit 80% im Amt bestätigt. In Puderbach und Rengsdorf/Waldbreitbach erreichte keiner der Kandidaten die notwendige Mehrheit. Hier kommt es zur Stichwahl. Die 86,5% interpretiert Achim Hallerbach als Bestätigung für seine Arbeit. Die Menschen sind offensichtlich zufrieden. Der Landrat hat mehrere Erklärungen. Zum einen sehnen sich die Menschen in dieser aufgeregten Zeit nach Ruhe und Kontinuität. Achim Hallerbach nennt dies Leitplanken. Dank einer vertrauensvollen und sehr sachlichen Zusammenarbeit mit allen Fraktionen im Kreistag verliefen die vergangenen acht Jahre innerhalb dieser Leitplanken. „Uns geht es um die Sache und die Menschen im Landkreis. Der Stempel der Partei ist nicht so wichtig. Unser aller Ziel ist es, den Landkreis nach vorne zu bringen“, erläutert Achim Hallerbach. Ein weiterer Grund der zufriedenen Wähler ist die Krisenbewältigung. In den ersten Amtsjahren gab es viele Krisen. An erster Stelle Corona. Dann der russische Überfall auf die Ukraine. Das hatte viele Flüchtlinge sowie eine Energiekrise zur Folge. Aber auch beim Hochwasser an der Ahr, war Neuwied als benachbarter Landkreis als Helfer gefordert. Für die zweite Amtszeit hat sich Achim Hallerbach einige Punkte auf die Agenda gesetzt. „Wir müssen die Sanierung von Landes- und Kreisstraßen mit Priorität in Angriff nehmen“, so der Landrat. Den Zivil- und Katastrophenschutz möchte er ebenfalls ausbauen. Auf der Agenda für die nächsten Jahre ganz oben steht die Schaffung neuer Gewerbegebiete. „Wir haben etliche Anfragen für Erweiterungsflächen“, berichtet Achim Hallerbach. Statt vieler kleiner Neuerschließungen schwebt ihm die Schaffung eines großen Gebiets vor. Ebenfalls unterstützen möchte der Landrat die kleinen Gemeinden bei der Erschließung neuer Wohngebiete. Der Landkreis prosperiert und hat sich in den letzten Jahren um 10.000 Einwohner vergrößert. Achim Hallerbach verspricht alles daran zu setzen, dass sich dieser Trend in den nächsten Jahren fortsetzt.
FF
Mit einer großen Portion Nervennahrung gratulierte Büroleiterin Diana Wonka ihrem alten und neuen Chef im Namen aller Mitarbeiter.
Landrat Achim Hallerbach bedankte sich bei den Wähler/innen und zeigte sich hochzufrieden mit dem Ergebnis.
