Politik | 15.12.2016

Neuwieder Abfallwirtschaft weiterhin mit erfreulichen Zahlen

Achim Hallerbach: oberstes Ziel ist Gebührenstabilität

Prognostiziertes Jahresergebnis 2017 von 535.000 Euro

Kreis Neuwied. Eine sehr gute Nachricht hat der 1. Kreisbeigeordnete und Dezernent für Abfallwirtschaft Achim Hallerbach für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises Neuwied: Die Abfallgebühren bleiben auch in 2017 weiterhin stabil. Die Abfallwirtschaft des Landkreises Neuwied legte dem Kreistag erfreuliche Zahlen vor.

Der Neuwieder Kreistag folgte in seiner Sitzung der Empfehlung des Ausschusses für Umwelt und Abfallwirtschaft und stimmte dem Wirtschaftsplan der Abfallwirtschaft für das Jahr 2017 einstimmig zu. Wie der 1. Kreisbeigeordnete Achim Hallerbach mitteilte, ist für das Jahr 2017 mit einem sehr guten Jahresergebnis von 535.000 Euro zu rechnen. Im Einzelnen stehen im Jahr 2017 den Erträgen von rund 23,7 Millionen Euro Aufwendungen in Höhe von 23,2 Millionen Euro gegenüber. Insgesamt wird mit einem normalen Geschäftsverlauf gerechnet.

Bei den Einnahmen ist ein leichter Anstieg zu erwarten. Dieser ist auf die seit Jahren sich abzeichnende Entwicklung hin zu kleineren Haushaltsgrößen zurückzuführen. Die hierdurch zu verbuchenden Mehreinnahmen werden allerdings durch die allgemeinen Kostensteigerungen im Bereich der Aufwendungen größtenteils wieder aufgebraucht. Leicht positiv auf das geplante Jahresergebnis wirkt sich im Jahr 2017 die Entwicklung der von der Bundesbank vorgegebenen Zinssätze für die Abzinsung der langfristigen Deponierückstellungen aus. Gegenüber den Vorjahren ist hier eine moderatere Entwicklung zu verzeichnen, die einen etwas geringeren Zinsaufwand erwarten lässt. Trotz dieser „positiven“ Entwicklung wird das Jahresergebnis diesbezüglich mit fast zwei Millionen Euro an Zinsaufwand belastet.

„Wenn man das berücksichtigt“, so Hallerbach, „dann zeigt sich, dass wir auch im operativen Bereich grundsolide wirtschaften.“

Das zeigte sich bereits im Jahr 2016, wo der Schwerpunkt in der Übernahme der Abfuhr des Rest- und Biomülls durch die Rheinische Entsorgungs-Kooperation (REK) lag. „Am 2. Januar 2016 ging es los. Nach anfänglichen leichten Schwierigkeiten bei der Abfuhr durch technische Defekte an den Fahrzeugen, läuft die Abfuhr seit Monaten konstant reibungslos und vor allem im Rahmen der geplanten Kosten“, betont Hallerbach. „Die Durchführung in Eigenregie war hier der absolut richtige Weg. Dies zeigt sich gerade jetzt wieder, wo Kommunen wie beispielsweise die Stadt Sundern im Hochsauerland aufgrund der Marktkonzentration auf wenige Marktteilnehmer die Gebühren für 2017 um bis zu 34 Prozent erhöhen mussten.“

Hallerbach führt weiter aus: „Der von uns eingeschlagene Weg ist der Richtige! Auch durch die Durchführung der Sammlungsleistungen in Eigenregie konnten und können die Gebühren, im Gegensatz zur Marktentwicklung, stabil gehalten werden.“

Schwerpunkt 2017: Umsetzung des Bauvorhabens im Industriegebiet Distelfeld

Der Schwerpunkt im Jahr 2017 liegt in der Umsetzung des Bauvorhabens im Industriegebiet Distelfeld. Hier wird im Laufe des Jahres mit dem Bau des neuen Verwaltungs- und Logistikzentrums begonnen. „Hiermit gehen wir den nächsten notwendigen Schritt mit Blick auf weitere Bausteine der Kommunalisierung,“ erläutert Hallerbach. Gemeinsam mit der Rheinischen Entsorgungs-Kooperation werden die neuen Räumlichkeiten dann Anfang 2018 bezogen. „Vor dem Hintergrund der Risiken eines gestörten Wettbewerbs im Bereich abfallwirtschaftlicher Dienstleistungen bietet die kommunale Kooperation Unabhängigkeit von Markpreisveränderungen, langfristige Behandlungssicherheit und damit eine verlässliche finanzielle Größe für die Gebührenstabilität. Zusammen mit der wirtschaftlich stabilen Lage sehen wir uns damit für die weitere Entwicklung gut aufgestellt“, betonte der 1. Kreisbeigeordnete Hallerbach nochmals.

„Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass die Neuwieder Abfallwirtschaft durch die guten Ergebnisse der letzten Jahre und mit Blick auf das Jahr 2017 ein Polster für die in den nächsten Jahren auf uns zukommenden Kostensteigerungen und eventuell unvorhergesehenen Belastungen bereithält“, erläutert Hallerbach. „Noch wichtiger ist aber, dass uns die bisherigen erfolgreichen Schritte in die kommunal bestimmte Abfallentsorgung mit den vorhandenen Mitteln gelungen sind. Wir konnten die Weichen für eine nachhaltige Stabilität stellen, ohne Schulden zu machen. Im Gegenteil: Durch die Erwirtschaftung der Mindestverzinsung wird die Substanz der Neuwieder Abfallwirtschaft sogar noch gestärkt!“

Pressemitteilung des

Kreis Neuwied

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