Politik | 05.02.2024

Adenauer Land steht zusammen für Demokratie und gegen Rassismus

Viele Bürgerinnen und Bürger kamen zur Demo.  Fotos: BURG

Adenau.Seit mehreren Wochen demonstrieren Menschen in ganz Deutschland für Demokratie und gegen Rechtsextremismus. Diese Proteste setzten sich auch am vergangenen Samstag, den 03.02.2024, im Norden von Rheinland-Pfalz fort. Neben den Kundgebungen in Hachenburg, Simmern, Neuwied, Birkenfeld und Altenkirchen hatte auch der Bürgermeister von Adenau zu einer Demo gegen Faschismus und für Demokratie vor dem Rathaus aufgerufen.

Diese Initiative wurde von vielen Gemeinden aus der Verbandsgemeinde Adenau, Schulen, Vereinen, Kirchen und Parteien unterstützt.

Ein Aufruf, dem eine große Zahl an Bürgerinnen und Bürger aus der Verbandsgemeinde Gehör schenkten und an der unter dem Motto „Unser Adenauer Land steht zusammen für Demokratie und gegen Rassismus“ stehenden Veranstaltung teilnahmen.

Neben Verbandsbürgermeister Guido Nisius und Pfarrerin Claudia Rössling-Marenbach von der Evangelischen Kirchengemeinde Adenau ergriffen auch Gertrud Heckmann (als Zeitzeugin des NS-Regimes), Markus Hicking und Frau Römer-Mönch sowie aktive und ehemalige Schüler des Erich-Klausener-Gymnasium das Wort.

Sichtbar einstehen für eine freiheitliche Gesellschaft

In seiner Begrüßungsrede dankte Guido Nisius den Initiatoren und allen Helfern für ihren Einsatz bei der Kundgebung, zudem begrüßte er alle Anwesenden, die damit ein sichtbares Zeichen gegen Rechtsextremismus setzten. „Wir wollen heute sichtbar einstehen für eine offene und freiheitliche Gesellschaft, in der die Würde eines jeden Menschen Respekt erfährt“, so Nisius. „Um das zu untermauern, haben wir heute hier am Rathaus bewusst die Deutschlandflagge gehisst als sichtbares Bekenntnis zum Grundgesetz und der darin enthaltenen Werte einer freiheitlichen-demokratischen Grundordnung“, fuhr der Verbandsbürgermeister von Adenau fort. Weiterhin bekräftigte er in seiner Rede, dass Hass und Hetze in der Gesellschaft keinen Raum einnehmen dürften, da diese dem Miteinander nur schade. Mit einem eindringlichen Appell zur Teilnahme an den bevorstehenden Europa- und Kommunalwahlen schloss Nisius seine Rede. Er sagte: „Politikmüdigkeit und Politikverdrossenheit sind mit ein Grund dafür, dass das rechte Lager zunehmend erstarkt. Lassen Sie deshalb Ihre wertvolle Stimme nicht verfallen - jede Stimme zählt! Heute mehr denn je.“

Bei einem Vortrag zur Entstehung der Machtübernahme der Nationalsozialisten schilderte Markus Hicking im weiteren Verlauf der Veranstaltung auch die geheimen Treffen der Nationalsozialisten, bei denen die späteren Gräueltaten im Dritten Reich schon vorgezeichnet wurden. Hecking schlug mit dieser Schilderung zugleich eine Brücke zu dem Auslöser der aktuellen Proteste gegen Rechts. Einem Bericht des Medienhauses Correctiv zur Folge, hatte am 25. November in Potsdam ebenfalls ein geheimes Treffen stattgefunden, an dem neben radikaler Rechter auch AfD-Politiker sowie einzelne Mitglieder der sehr konservativen CDU-Werteunion teilgenommen hatten. Bei dem Treffen sollen weiteren Berichten zufolge auch die Möglichkeit der Vertreibung von Millionen Menschen aus Deutschland erörtert worden sein. BURG

Mit selbst gemachten Plakaten zogen die Menschen vor das Rathaus.

Mit selbst gemachten Plakaten zogen die Menschen vor das Rathaus.

Nisius: „Hass und Hetze haben dürfen in der Gesellschaft keinen Raum einnehmen.“

Nisius: „Hass und Hetze haben dürfen in der Gesellschaft keinen Raum einnehmen.“

Viele Bürgerinnen und Bürger kamen zur Demo. Fotos: BURG

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