Kreiswerke Cochem-Zell/Abfallwirtschaft informieren
Änderungen bei Annahme von Baustyroporabfällen
Cochem-Zell. Ab 1. Oktober besteht vorübergehend keine Annahme von Baustyroporabfällen auf der Müllumladestelle Cochem-Brauheck, den Bauschuttdeponien Lieg, Klotten, Zell, Urschmitt und der Annahmestelle in Kaisersesch.
Grund für diesen vorübergehenden Annahmestopp ist eine Änderung der Abfallverzeichnisverordnung. Hiernach sind Schaum-Dämmstoffe, die mehr als 0,1 Prozent Hexabromcyclododecan (HBCD) enthalten, als gefährliche Abfälle eingestuft worden. HBCD sorgt im Falle eines Brandes dafür, dass sich der Brandherd langsamer entwickelt. Es wird vor allem in Gebäudedämmstoffen aus Polystyrol eingesetzt, sowohl in expandiertem Polystyrol (EPS, ein bekannter Handelsname ist Styropor) als auch in extrudiertem Polystyrol (XPS, ein Handelsname ist hier Styrodur).
Trotz intensiver Bemühungen um einen Entsorgungsweg für diese Dämmschäume muss jetzt vorübergehend ein Annahmestopp verfügt werden, da derzeit bundesweit keine Entsorgungsanlage zur Verfügung steht. Insofern sollten Styroporabfälle zunächst am Anfallsort zwischengelagert werden. Sobald ein ordnungsgemäßer Entsorgungsweg vorliegt, wird die Öffentlichkeit informiert.
Mehr zum Thema HBCD ist auf der Internetseite des Umweltbundesamtes zu finden. Weitere Fragen zu diesem Thema beantwortet die Abfallberatung der Kreiswerke Cochem-Zell gerne unter Tel. (0 26 71) 6 11 52.
Pressemitteilung
Kreisverwaltung Cochem-Zell
