SOLWODI Deutschland e.V. informiert
Äußerungen von Seehofer und Spahn geprägt von sozialer Kälte
Koblenz. SOLWODI kritisiert den von Innenminister Horst Seehofer angekündigten „Masterplan für schnellere Asylverfahren und konsequentere Abschiebungen. „Flüchtlinge bis zur Entscheidung des Asylantrages in Entscheidungszentren unterzubringen, statt sie wie bisher auf Gemeinden zu verteilen, ist der falsche Weg. Gerade hochtraumatisierte Flüchtlingsfrauen brauchen eine getrennte Unterbringung und eine individuelle Betreuung“, fordert Sr. Dr. Lea Ackermann, Gründerin der Menschenrechtsorganisation SOLWODI. Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, dürfen nicht Menschen verachtend behandelt werden. Sie haben ein Anrecht darauf, dass ihre Asylgründe in ausreichendem Umfang geprüft werden.
Ackermann: „Auch die abwertenden Äußerungen von Gesundheitsminister Jens Spahn sind von sozialer Kälte geprägt. Wer von Hartz IV lebt, ist häufig in weiten Teilen von der gesellschaftlichen Teilhabe ausgeschlossen.“
Sr. Dr. Lea Ackermann fordert von der Politik: „Politiker sind Volksvertreter und verpflichtet, alle Gesellschaftsschichten in ihren Anliegen zu stärken, besonders die Schwachen. Beide Minister sollten einen Monat vor Ort mit Flüchtlingen und Hartz-IV-Empfängern zusammenleben, damit sie die Rahmenbedingungen kennenlernen, unter denen beide Gruppen leben müssen.“
Pressemitteilung
SOLWODI Deutschland e.V.
