Die Stadt leistete einen Zuschuss von 534 000 Euro
Ahr-Thermen legten Bilanz für das Jahr 2015 vor
Bad Neuenahr-Ahrweiler In der letzten Stadtratssitzung legte Maternus Fiedler die Geschäftszahlen der Ahr-Thermen für das Jahr 2015 vor, in dem die Walburgis-Therme Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH einen Umsatz von rund 2,5 Millionen Euro verbuchen konnte. Der Betrieb der Therme, die sich im Eigentum der Stadt befindet, wurde aber durch einen Zuschuss der Stadt von 534 000 Euro sichergestellt. Die Stadt sieht in diesen Zuschüssen einen Beitrag zur Erhaltung der Infrastruktur des Heilbadstandortes Bad Neuenahr. Maternus Fiedler ging bei der Präsentation der Geschäftszahlen des vergangenen Jahres auch auf die Besucherzahlen in diesem Jahr ein. Im April mussten die Ahr-Thermen wegen der jährlichen Grundreinigung für zehn Tage schließen. Zudem wirke sich die Sanierung der Whirlpool-Anlage und des Bewegungsbeckens in den Monaten April, Mai und Juni negativ auf den Besucherzuspruch aus. Nach der Wiederaufnahme des vollständigen Badebetriebes zeigten dann die einsetzenden Marketingmaßnahmen Wirkung, sodass wieder die Besucherzahlen des Vorjahres erreicht wurden. In dem Zeitraum danach lagen sie sogar über diesem Niveau. „Die Geschäftsführung geht deshalb davon aus, dass trotz der Sanierungsphase im Jahr 2016 das Vorjahresergebnis erreicht werden kann“, betonte Fiedler, der zudem darauf hinwies, dass die neue Konkurrenz durch die Badewelt in Euskirchen für die Ahr-Thermen keine spürbar negativen Auswirkungen habe, da beide Einrichtungen unterschiedliche Zielgruppen ansprächen. Für die CDU Fraktion kommentierte Fraktionssprecher Christoph Kniel den Jahresabschluss, der die Ideen und Initiativen der Geschäftsführung und des hochmotivierten Teams der Therme lobte, die den Bekanntheitsgrad und die Besucherfrequenz positiv beeinflussen konnten. Mit Blick auf den Zuschuss von über einer halben Million Euro im Jahr 2015 betonte er:
Keine Thermen zum Nulltarif
„Dass es die Ahr-Thermen nicht zum Nulltarif geben kann, war allen im Rat bei der Übernahme bewusst“. Kniel wies aber auch darauf hin, dass es die Aufgabe der Stadt und der Geschäftsführung der Ahr-Thermen sei, eine Reduzierung des jährlichen Defizites zu erreichen. „Wenn die Geschäftszahlen eines „normalen vollwertigen Geschäftsjahres“ ohne Sanierungen und negative Außeneinflüsse vorliegen, hat man belastbare Zahlen, die dann auch Basis für weitere Überlegungen zur Privatisierung des Betriebes der Ahr-Therme sein müssen,“ erklärte Christoph Kniel.
