„Bildung ist effektive Krisenvorsorge“
Akademie für Notfallplanung- und Zivilschutz eröffnet neues Schulungsgebäude
„Kompetenzzentrum für alle Institutionen“
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Nach gut achtjähriger Planungs- und Bauzeit war es jetzt so weit: Das neue Schulungs- und Kantinengebäude der Akademie für Notfallplanung- und Zivilschutz (AKNZ) wurde im Rahmen einer Feierstunde mit zahlreichen Gästen aus Zivilschutz und Politik offiziell seiner Bestimmung übergeben. Der Neubau bietet unter anderem einen modernen Besprechungsraum, einen großen Konferenzraum mit 150 Plätzen, drei Dolmetscherkabinen und mobiler Bühne, einen Gaststättenbereich mit Theke und 60 Plätzen sowie eine Großküche mit angeschlossener Kantine. Das neue Gebäude kostete 9,4 Millionen Euro und liegt damit 600.000 Euro über der zuvor angesetzten Kostenobergrenze. Akademieleiter Thomas Mitschke freut sich über die neuen Möglichkeiten, die das Bildungsangebot der AKNZ noch umfangreicher machen: „Von dem neuen Konferenzgebäude werden vor allem die Seminarteilnehmerinnen und Seminarteilnehmer profitieren. Wir freuen uns auf die nun noch größeren Bildungsmöglichkeiten, die uns das neue Konferenzgebäude mit seiner Flexibilität eröffnet“.
Bedeutender Wirtschaftsfaktor
„Es war eine lange Geschichte mit einem guten Ende. Dieser Neubau ist auch ein Bekenntnis zum Standort Bad Neuenahr-Ahrweiler“, betonte Christoph Unger, Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe in seinem Grußwort. Mehr als 18 Millionen Euro wurden in den vergangenen Jahren an und in der AKNZ investiert, die mit der Region immerhin schon seit 1953 verbunden und in Zeiten unsicherer Weltlage von großer Bedeutung ist. Darüber hinaus ist die AKNZ mit ihren mehr als 11.000 jährlichen Schulungsteilnehmern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. „Bildung ist effektive Krisenvorsorge. Und hier finden alle Akteure eine ideale Plattform“, so Unger. Als „Kompetenzzentrum für alle Institutionen, aber auch als Begegnungsstätte für Partner aus dem In- und Ausland“ bezeichnete Christine Bullmann, Referatsleiterin im Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat die AKNZ. Günter Kern, Staatssekretär im Ministerium des Innern und für Sport Rheinland-Pfalz wies auf die vielfältigen, neuen Herausforderungen wie klimawandel-bedingte Naturkatastrophen oder Cyber-Kriminalität hin, auf die man an der AKNZ bestens eingestellt sei. Die AKNZ biete zudem ein Forum für Fachdiskussionen und schaffe die Vernetzung von Hilfsorganisationen.
Auch Einsatzkräfte der Region profitieren von der AKNZ
Landrat Dr. Jürgen Pföhler unterstrich die Wichtigkeit der AKNZ für den Kreis Ahrweiler: „Der Katastrophenschutz befindet sich in einem ständigen Wandlungsprozess. Die Anforderungen und Aufgaben an Mensch und Material sind in den vergangenen Jahren immer vielfältiger und anspruchsvoller geworden. Neben einer modernen und leistungsfähigen Ausrüstung ist es besonders auch die fachliche Qualifikation der vielen, oftmals ehrenamtlichen Helfer, die im Katastrophenfall Leben retten können. So profitieren auch die Einsatzkräfte aus unserer Region bei ihrer Arbeit von der AKNZ, die mit ihrem breiten Angebot einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger leistet. Der Kreis Ahrweiler ist stolz, die Heimat für die zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung des Bundes im Bevölkerungsschutz zu sein.“ Abgerundet wurde die Eröffnung mit einer Talkrunde und musikalischer Begleitung der Gruppe „Jazz Inspired“. Darüber hinaus eröffnete Thomas Mitschke die Foto-Ausstellung „Adrenalin und Seele – humanitäre Hilfe: Rettungskräfte, die sowohl im Obergeschoss als auch in der AKNZ-Kantine noch bis Jahresende zu besichtigen ist.
Der Neubau verfügt über einen modernen Konferenzsaal mit 150 Plätzen.
