Die Linke. Koblenz
Aktion gegen soziale Kälte
Koblenz. Auch dieses Jahr konnte Die Linke. Koblenz die „Früchte“ ihrer „Aktion gegen soziale Kälte“ in Form eines stattlichen Spendenschecks über 400 Euro an das Mampf in Koblenz weitergeben, wodurch die Gelder Wohnungslosen zugutekommen. Das Mampf ist eine Einrichtung für Wohnungslose und Arme und betreibt u.a. neben sozialpädagogischer Arbeit auch ein Obdachlosenrestaurant.
Die Linke. Koblenz ist jedes Jahr in der Vorweihnachtszeit samstags mit einem Stand vor dem Koblenzer Hauptbahnhof zu finden. Neben dem Sammeln von Geldspenden für das Mampf werden dort Dinge weitergereicht, die das Leben der Menschen, die am Rand unserer Gesellschaft stehen, wenigstens ein bisschen angenehmer gestalten sollen.
Vor allem Die Linke-Mitglied Ursula Rosenbaum, die diese Aktion hauptsächlich organisiert, hatte im Vorfeld erneut unermüdlich Sachspenden gesammelt und bedankt sich noch einmal bei allen Spender*innen, welche die erneute Durchführung der Aktion ermöglichten.
Im Rahmen der Spendenübergabe konnte Die Linke. Koblenz Wichtiges bezüglich der momentanen Situation des „Mampf‘“ in Erfahrung bringen, wobei Leser*innen vielleicht auch behilflich sein können:
So werden dringend (am besten beheizbare) Lagerräumlichkeiten benötigt. Auch bei den sanitären Anlagen könnte nachgebessert werden; ideal wäre beispielsweise eine zweite Dusche. Ganz dringend wird eine/e Mitarbeiter*in für die Küche gesucht. Darüber hinaus werden Menschen gebraucht, die kontinuierlich Unterstützung für Wohnungslose anbieten, z.B. in Form einer Begleitung bei Behördengängen oder bei der Ausgabe von Kleidung und/oder Essen. Bei Interesse an einer wie auch immer gearteten Unterstützung des Mampf kann man sich auch bei dem „Förderverein Mampf e.V.“ melden.
Laut Erich Weber, einem MAMPF-Mitarbeiter, gibt es pro Jahr circa 500 bis 600 Wohnungslose, die sich in Koblenz aufhalten, wenn auch nicht immer für eine lange Dauer. Nur ein Teil davon findet in Obdachlosenunterkünften Hilfe. Die Linke. Koblenz verweist in diesem Zusammenhang auch auf die Arbeit der Hochschulaktionsgruppe „Kälteschutzräume“, die – so wie Die Linke – mehr solcher Kälteschutzräume in Koblenz fordert, die besser über die Stadt verteilt, den Bedürfnissen der Betroffenen angepasst und zudem barrierefrei gestaltet sein sollen.
Denn in den Augen der Linken wird die ordnungsrechtliche Pflicht, Menschen vor dem Kältetod zu schützen, zurzeit nicht ausreichend erfüllt.
Im Gegenteil ist das derzeitige politische und wirtschaftliche System weder willens noch fähig, die voranschreitende Verarmung der Gesellschaft zu verhindern. Im Gegenteil befeuert es diese noch.
Die Linke kämpft weiterhin für eine gerechtere Gesellschaft, in der schlussendlich niemand mehr auf Almosen angewiesen ist.
Pressemitteilung der
Die Linke Koblenz
