Bürgerinitiative wehrt sich gegen stärkere Verkehrsbelastung in Braubach
Alternativen zur Vollsperrung sollten forciert werden
Braubach. Von Mai bis Juli soll die B42 zwischen Osterspai und Kamp-Bornhofen saniert und dazu einseitig in eine Fahrtrichtung voll gesperrt werden.
Nun regt sich auch in Braubach Widerstand gegen die Planung des Landesbetriebs Mobilität, den Verkehr in Richtung Koblenz ab St. Goarshausen über Bogel und Dachsenhausen und schließlich durch die enge Braubacher Ortsdurchfahrt umzuleiten. Die Bürgerinitiative Braubach lebenswerter e. V. hat sich in einem Schreiben an den Landesbetrieb Mobilität gegen die halbseitige Vollsperrung und stattdessen für eine Ampellösung auf der B42 ausgesprochen.
„Die Umleitungsstrecken für den Verkehr in Süd-Nord-Richtung münden letztlich in die L335, die über die Ortsdurchfahrt Braubach wieder auf die B42 führt“, heißt es in dem Brief der Bürgerinitiative an die Verkehrsbehörde und weiter: „Es ist zu erwarten, dass sich das Verkehrsaufkommen in Braubach durch die Umleitung von mehreren Tausend Fahrzeugen täglich deutlich erhöhen und die Situation in der Stadt damit nochmals verschärfen würde.“
Im morgen- und abendlichen Berufsverkehr würde der Engpass am Obertor zu einer erheblichen Behinderung des Verkehrsflusses und damit zu unnötigen Belastungen der Verkehrsteilnehmer sowie der Anwohner führen.
In den Sommermonaten käme hinzu, dass in der Mittelrhein-Region viele Touristen unterwegs seien.
Dies vermehre das Verkehrsaufkommen und mache die erhöhte Verkehrsbelastung in der Stadt zu einem erheblichen Wettbewerbsnachteil für die anliegenden Beherbergungsbetriebe, so die Bürgerinitiative.
Braubach lebenswerter bat den Landesbetrieb daher, Alternativen zur Vollsperrung, zum Beispiel eine Ampellösung, zu forcieren, um so auf die Umleitung durch Braubach verzichten zu können.
Pressemitteilung
Bürgerinitiative Braubach
lebenswerter e. V.
Wegen der Vollsperrung der B42 soll der Verkehr durch Braubach umgeleitet werden. Foto: privat