Forstzweckverband Treis-Karden informiert sich beim Forstzweckverband Öfflingen
Alternativmodell der Waldbewirtschaftung erkundet
Treis-Karden. Derzeit befassen sich viele waldbesitzende Kommunen mit der Frage, wie künftig ihr Holz vermarktet werden soll und wie der gemeindliche Forstbetrieb zukunftsfähig aufgestellt werden soll. Hintergrund ist eine aus kartellrechtlichen Gründen notwendige Neustrukturierung der Holzvermarktung und eine Änderung des Landeswaldgesetzes. So zieht sich ab dem 1. Januar 2019 Landesforsten – also die Forstämter – aus der kommunalen und privaten Holzvermarktung zurück. Dies hat der Forstzweckverband Treis-Karden zum Anlass genommen, sich auch einmal mit anderen Modellen der Waldbewirtschaftung zu beschäftigen.
Der stellvertretende Vorsitzende des Forstzweckverbands, Ortsbürgermeister Philipp Thönnes, hatte daher seine Kollegen der am Zweckverband beteiligten Gemeinden Lieg, Lütz, Moselkern, Müden, Pommern und Treis-Karden, Bürgermeister Wolfgang Lambertz und Mitarbeiter der Verwaltung sowie Forstamtsleiter Schimpgen und Revierförster Bleser zu einer Exkursion nach Hasborn eingeladen.
Entstehung und Arbeitsweise vorgestellt
Im dortigen Forstzweckverband Öfflingen bewirtschaften seit mehr als zehn Jahren neun Gemeinden ihren etwa 1.900 Hektar großen Gemeindewald in einem Betrieb. Dabei haben sich die Gemeinden auf einen gemeinsamen Verrechnungsschlüssel verständigt, nach dem die Ausgaben und Einnahmen aufgeteilt werden. Grundlage ist die sogenannte reduzierte Holzbodenfläche des einzelnen Verbandsmitglieds, aber auch der Ertrag des Waldes. Zur Betriebsplanung dient ein gemeinsames Forsteinrichtungswerk, in dem sich die einzelnen Gemeinden als Distrikt wiederfinden.
Im neuen Forstbetriebshof informierten Revierleiter Franck Neygenfind und Verbandsvorsteher Hajo Neumes in einem interessanten Vortrag über die Entstehungsgeschichte des Zweckverbands und die Arbeitsweise. Neben dem Revierleiter sind beim Forstzweckverband vier Forstwirte und ein Forstwirtschaftsmeister beschäftigt.
Ob dieses Modell auch auf den Zweckverband Treis-Karden übertragen werden kann und welche Vor- und Nachteile daraus entstehen können, diskutierten die Verbandsmitglieder in der anschließenden Sitzung des Forstzweckverbands.
Pressemitteilung
Ortsgemeinde Treis-Karden
