WGS-Fraktion: Smartes Koblenz
Amt-O-Maten in die Büros der Ortsvorsteher
Koblenz. Die WGS-Fraktion beantragt in der Sitzung des Stadtrates zu überprüfen, Amt-O-Maten in den Räumen der Ortsvorsteher in den entsprechenden Stadtteilen aufzustellen, um den Bürgern in den entfernteren Stadtteilen, den Zugang zu digitalen Verwaltungsleistungen zu vereinfachen.
Mit der Einführung des Onlinezugangsgesetzes (OZG) soll die Digitalisierung der Verwaltung weiter fortgesetzt werden. Verwaltungsleistungen und Verwaltungsportale sollen digital angeboten werden. Viele Koblenzer wohnen jedoch nicht in der Innenstadt um ins Bürgeramt zu gehen oder verfügen über einen Computer oder Internetanschluss. Manche sind im Umgang mit den Online-Diensten nicht bewandert, können ihre Unterlagen nicht scannen, oder haben keinen elektronischen Personalausweis. Die Bürger, die in den entfernteren Stadtteilen wohnen, sind daher in dieser Beziehung besonders im Nachteil.
Im Kreis MYK sollen daher digitale Automaten aufgestellt werden, die den Bürgern die Möglichkeit geben, Verwaltungsleistungen in digitaler Form in Anspruch zu nehmen.
Dazu Torsten Schupp, Fraktionsvorsitzender der WGS: „Wir halten das für eine sehr gute Einrichtung. Man könnte in Koblenz die Struktur der Ortsvorsteher nutzen, um diese Terminals für digitale Verwaltungsleistungen in deren Büros aufzustellen. Damit erhält der Bürger direkten Zugang zu den digitalen Online-Diensten. Das ist sehr wichtig. Eventuell könnte auch Hilfe durch die Ortsvorsteher angeboten werden. Alternativ könnte auch eine Sprechstunde für das mobile Internet eingerichtet werden.“
Pressemitteilung der
WGS-Fraktion Koblenz

Amt-O-Mat - Smart-cities - Digitale Online-Dienste etc.
Verwaltungsleistungen in digitaler Form für "ältere" Menschen?
Alleine das Wort "digital" wird ältere Menschen verunsichern u. vor Herausforderungen stellen, denen sie nicht gewachsen sind.
Alleine einen Amt-O-Mat (mein Gott, was für ein Wort) in einem Ortsvorsteher-Büro aufzustellen, ist m.E. keine Erleichterung oder Vereinfachung (eine Entlastung z.B. des Bürgeramtes schon), weder für Besucher noch für den Ortsvorsteher u. seine Bürokraft. Der jetzt plötzlich vehement betriebene, fortschreitende Digitalisierungswahn überfordert ganz einfach.
Was die WGS für eine sehr gute Einrichtung hält, ist mal wieder nicht zu Ende gedacht, zumal es hier (auch mal wieder) um ein Punktesammeln einer Fraktion geht.
Das Problem ist doch, dass man Jahrzehnte der Digitalisierung hinterhergehinkt hat u. jetzt den Anschluss nicht ganz verlieren will, der jedoch bereits stattgefunden hat.
Eine verkehrte, politische Welt ohne fundiertes Denken.