Konstituierende Sitzung des Mayener Stadtrats
An der Spitze in Mayen bleibt alles beim Alten
Bürgermeister Bernhard Mauel sowie die beiden Beigeordneten Natascha Lentes und Thomas Schroeder wurden im Amt bestätigt
Mayen. Alles bleibt beim Alten an der Spitze des Mayener Stadtrats: Bei der konstituierenden Versammlung im Sitzungssaal des Rathauses wurde Bernhard Mauel zum Ersten Beigeordneten und somit zum Bürgermeister der Stadt Mayen bestimmt. Der 76-jährige CDU-Politiker erhielt als einziger Kandidat 28 Ja-Stimmen. Zudem gab es sieben Nein-Stimmen und eine Enthaltung. Oberbürgermeister Dirk Meid war nicht stimmberechtigt.
Spannender ging es bei der Wahl der weiteren Beigeordneten zu. Natascha Lentes von den Grünen bleibt für weitere fünf Jahre Zweite Beigeordnete, auf sie fielen 19 Stimmen. Michael Tutas (57), Kandidat der SPD und kein Mitglied im Stadtrat, musste sich mit 17 Stimmen begnügen. Mit dem gleichen Ergebnis setzte sich Thomas Schroeder (FDP) bei der Wahl des Dritten Beigeordneten gegen Elisabeth Ackermann-Lahmeyer durch, die von den Freien Wählern Mayen ins Rennen geschickt worden war. Da die Jamaika-Koalition von CDU, Grünen und FDP bei Personalwahlen über ein Plus von zwei Stimmen verfügt, waren die Ergebnisse (jeweils 19:17) auch so zu erwarten gewesen.
Zu Beginn der Sitzung waren die neuen Ratsmitglieder vom Oberbürgermeister verpflichtet worden. Elf Mitglieder des Gremiums wurden von Meid verabschiedet. Besondere Spuren habe Dieter Winkel hinterlassen. Sage und schreibe 50 Jahre arbeitete der Christdemokrat im Rat und in verschiedenen Ausschüssen mit. Alles begann im Jahr 1974, als „ich gerade vor meiner Einschulung stand“, erinnerte sich Meid. 1998 waren Winkels Verdienste mit der Verleihung der Goldenen Verdienstplakette gewürdigt worden. „Als junges Stadtratsmitglied habe ich von ihm viel lernen können“, so Christoph Rosenbauch von der CDU. Neben Winkel mussten Ferdinand Faber (SPD, 30 Jahre), Rainer Dartsch (CDU, 25 Jahre), Siegmar Stenner (SPD, 20 Jahre), Matthias Kaißling von den Grünen (zehn Jahre), Stephan Guckenbiehl (FDP, fünf Jahre), Anne Schnütgen von den Grünen (fünf Jahre), Doris Laux (SPD) sowie die drei AfD-Politiker Walter Scharbach, Ralf-Alexander Schön und Inge Schön den Stadtrat verlassen. Die AfD hatte keine allgemeine Liste mehr aufgestellt.
„Die vergangenen fünf Jahre waren für uns alle keine einfache Zeit. Ich erinnere an die Corona-Krise, an den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine und an die zwei Flüchtlingswellen. Wir mussten viele Krisen bewältigen. Mich erfüllt es mit Stolz, dass auch in diesen Tagen die Arbeit des Stadtrats so konstruktiv gewesen ist“, blickte Meid zurück. „Es waren viele Herausforderungen zu bewältigen gewesen. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass ein Stadtrat in den vergangenen Jahrzehnten mit so vielen Problemen konfrontiert gewesen ist.“
Dennoch richtete der Oberbürgermeister den Blick in die Zukunft. Er nannte exemplarisch die Renovierung der Genovevaburg, den Bau zweier Kindergärten, den Hochwasserschutz und die Umrüstung der Straßenbeleuchtung. Dank des wiederkehrenden Beitrags sei die Stadt endlich in der Lage, den Sanierungsstau auf den Straßen anzugehen. Entscheidend sei, dass alle das Wohl der Stadt im Auge haben. „Ich freue mich auf die nächsten fünf Jahre“, so Meid, der sich im Jahr 2028 zur Wiederwahl stellen muss.
Oberbürgermeister Dirk Meid (rechts) verabschiedete zu Beginn der Sitzung die ausgeschiedenen Mitglieder des Stadtrats.
