Politik | 04.06.2021

Andernacher Sozialdemokraten begrüßen Modellprojekt des Kreises

Andernach bewirbt sich um das Elektro-Dorfauto

Andernach. Carsharing kennt man eigentlich nur von größeren Städten, wo der Parkraum knapp ist und das Angebot des ÖPNVs umfangreicher als auf dem Land. Aber Carsharing funktioniert auch dort, das haben bereits zahlreiche Dörfer, die am Modellprojekt Elektro Dorfauto des Kreises teilnehmen, bewiesen. Der Clou: die Autos können umsonst ausgeliehen werden und die Stromkosten trägt die Gemeinde.

Der Rat der Stadt Andernach hat sich jetzt zur Teilnahme an diesem Modellprojekt entschieden und mit allen vier Stadtteilen beworben. Nach erfolgreicher Bewerbung bekommen die ausgewählten Kommunen für den Zeitraum von 36 Monaten ein vom Kreis geleastes E-Auto zur Verfügung gestellt. Das Auto wird dann jeweils neun Monate in einem Stadtteil zum Einsatz kommen. Dabei wird es sich um einen Wagen mit fünf Sitzplätzen und großer Ladefläche handeln.

In den ersten beiden Jahren übernimmt der Kreis die Leasinggebühr, im dritten Jahr fallen dann für die Stadt 6.000 Euro an. Parallel dazu wird auch eine öffentliche Ladeinfrastruktur in allen vier Stadtteilen aufgebaut. Hier kann dann neben dem Elektro Dorfauto noch ein weiterer Stromer geladen werden, dieser dann allerdings nicht umsonst. Bei dem Aufbau der Ladesäulen ergeben sich verschiedene Möglichkeiten der Finanzierung. Einmal ist es möglich, dass die evm die Ladesäulen anschafft und betreibt, die Stadt würde dann einen monatlichen Grundpreis von 165 Euro zahlen, bei einer Vertragslaufzeit von neun Jahren wären das für vier Standorte rund 70.000 Euro. Die zweite Möglichkeit wäre, dass die Stadt die Säulen von den kommunalen Energieversorger nur betreiben lässt und selbst für den Aufbau sorgt, dann wäre man bei Kosten von rund 55.000 Euro angelangt. Bei beiden Modellen kommen noch die jährlichen Stromkosten von circa 800 Euro zur Rechnung hinzu. Allerdings gibt es beim zweiten Modell noch Einsparpotenzial betont SPD-Stadtratsmitglied Dr. Jens Groh: „Hier versicherte uns die Stadt, dass es derzeit zahlreiche Förderprogramme gibt, so dass sich die Kosten für den Aufbau der Ladeinfrastruktur auf 11.000 senken ließen.“

Das Elektro Dorfauto ist mit einem bereits erprobten Carsharing-System ausgestattet. Über ein Registrierungs- und Buchungssystem können die Nutzer den Wagen reservieren. Gesucht wird jetzt noch pro Gemeinde ein Kümmerer, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht. In welchem Stadtteil das Elektro Dorfauto die Bürgerinnen und Bürger dann zuerst elektrifiziert, darüber werden die einzelnen Ortsvorsteher dann untereinander verständigen. „Wir freuen uns, dass die Entscheidung zur Bewerbung getroffen wurde. Es bietet die Möglichkeit bei den Bürgerinnen und Bürgern Vorbehalte hinsichtlich der Elektromobilität abzubauen und mehr Mobilität in die einzelnen Stadtteile zu bringen“, so Marc Ruland, Vorsitzender der SPD-Stadtratsfraktion.

Pressemitteilung der

SPD Andernach

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Kommentare
Bildergalerien
Neueste Artikel-Kommentare
  • Bertram: Das ist mittlerweile der 4. Bus der von dieser Marke vollkommen ausbrennt. Des Weiteren berichte die Rhein Zeitung darüber, dass der VREM 37. Busse der ersten Generation vorsichtshalber außer betrieb...
  • Fabian F: Nichts Neues gefühlt ein Bus pro Woche
  • Sandra Sattler: Der Zustand der L330 zwischen. Nassau und Zimmerschied ist eine absolute Katastrophe- und das nicht erst seit gestern! Wir sind wohnhaft in Hömberg und werden seit vielen Jahren mit diversen Ausreden vom LBM vertröstet.
  • Janek: Wer die Strecke kennt, kann sich den Grund bereits denken … Der Straßenzustand ist dort so schlecht, dass er besonders für Motorradfahrer ein ernstzunehmendes Sicherheitsrisiko darstellt. Dem verunglückten...
  • Siegfried Kowallek: Verwunderlich ist weiterhin, dass die SPD der Neuwieder CDU vorhält, gegen den Unvereinbarkeitsbeschluss der Christdemokraten in Bund und Land im Hinblick auf die Partei Die Linke zu verstoßen. In insgesamt...
  • Siegfried Kowallek: Die Nennung von BSW und der Partei Die Linke im selben Kontext ist sachlich nicht gerechtfertigt und damit unredlich. Prominentester linker Befürworter deutscher Waffenlieferungen an die Ukraine ist Bodo...
Dauerauftrag Imageanzeige
Mitarbeiter IT-Administrator
  WÄRMEPUMPE ÖL/GASHEIZUNG
Sachbearbeiter (m/w/d)
Sachbearbeiter/in (w/m/d)
Anzeige Lagerverkauf
Rückseite
Empfohlene Artikel
Weitere Artikel
Mark Geimer Foto: privat
922

Parteiloser Bewerber setzte sich gegen Volker Risse (CDU) durch

Bürgermeisterwahl in Bad Hönningen: Mark Geimer (parteilos) macht das Rennen

Bad Hönningen. Die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Bad Hönningen haben gewählt: Mark Geimer ist neuer Stadtchef. Der parteilose Kandidat setzte sich mit 62,5 Prozent der Stimmen gegen seinen christdemokratischen Konkurrenten Volker Risse (37,5 Prozent) durch. Die Wahlbeteiligung lag bei 41,6 Prozent. BA

Weiterlesen

Die Koblenzer Innenstadt bietet an drei Tagen ein abwechslungsreiches Programm. Foto: SCH
80

Koblenz. Der Koblenzer Frühling ist zurück! Am zweiten April-Wochenende hat die Stadt am Deutschen Eck ihre Besucher ganz im Zeichen der wärmeren Jahreszeit begrüßt. Der Winter ist Schnee von gestern und überall grünt und blüht es. Die Blumenbeete sind neu bepflanzt, Tulpen und Narzissen blühen auf großen Flächen und es duftet nach frisch gemähtem Rasen.

Weiterlesen

Dauerauftrag 2026
Wir helfen im Trauerfall
Imageanzeige - Dauerauftrag
Titelanzeige KW 15
Bestellung Nr. 4300003040 - W100 - 606 // Wohnträume MYK
Koblenzer Kneipengeschichten
Sonderseite 02 -Wohnträume NR
Angebotsanzeige (April)
SO 2 - Wohnträume Sonderseiten- Modernisieren
Veranstaltung 15.April
Titelanzeige Nissan  114/1407895/2454617/4746681
Anzeige KW 15
Aushilfskraft (w/m/d)
Sonderseite Geschäftsführungswechsel
Anzeige Radiologie & Nuklearmedizin
130 Jahre freiwillige Feuerwehr Bad Neuenahr und Tag der offenen Tür, 19.04.26
Rückseite