Politik | 17.05.2017

Infoabend des Runden Tisches

Anerkannte Flüchtlinge suchen Wohnungen

Rheinbach. Mit dem Ziel, Rheinbacher Flüchtlingen den Zugang zum Wohnungsmarkt zu erleichtern, hatten Anne Mäsgen von der Diakonie und Linda Hönigl, Flüchtlingskoordinatorin der Stadt Rheinbach, zusammen mit dem Flüchtlingshelferkreis Rheinbach dieses Austauschtreffen des Runden Tisches „Flüchtlinge und Integration“ im Himmeroder Hof initiiert. „Ich freue mich wirklich sehr über meine zwei neuen Mitbewohner“, berichtete die Vermieterin Mechtild Schimmelpfennig beim Infoabend. Das Thema des Abends war: „Chancen für neue Nachbarn - Zugang von Geflüchteten zum Wohnungsmarkt“. Sie führt mit Tarek und Hani aus Damaskus eine Art Wohngemeinschaft. „Die beiden jungen Männer haben meistens zwei Fragen an mich: „Kann ich helfen?“ und „Möchtest Du etwas essen?“, - sie kochen nämlich gerne und gut!“, ergänzte die Alleinstehende begeistert. Bürgermeister Stefan Raetz führte in die für alle Rheinbacher Bürgerinnen und Bürger zugängliche offene Veranstaltung ein und schilderte die Situation der geflohenen Menschen: „Die Flüchtlinge, die ein Bleiberecht erhalten haben, dürfen nun aus den städtischen Flüchtlingsunterkünften in eigene Wohnung umziehen und die Stadt möchte diesen Prozess unterstützen.“ Neben Johannes Klein, Bereichsleiter beim Jobcenter Rhein-Sieg, waren auch 35 in Rheinbach tätige Makler/-innen und Vermieter/-innen eingeladen. Die Immobilienmaklerin Sabine Brunner berichtete von den geringen Chancen, die geflohene Menschen auf dem Wohnungsmarkt haben. Viele Vermieter seien Geflüchteten gegenüber zwar offen eingestellt, aber die Unwissenheit über die Besonderheiten der Wohnraumvermietung an anerkannte Flüchtlinge sei groß und mitunter schrecken diffuse Bedenken potentielle Vermieter ab. Solange ein anerkannter Flüchtling für seine Miete noch nicht selbstständig aufkommen kann, übernimmt das Jobcenter die Mietkosten. Die Miete kann dabei auf Wunsch der Mieter direkt vom Jobcenter an die Vermietenden ausgezahlt werden. Neben der finanziellen Seite erläuterte Dirk Frankenberger vom Flüchtlingshelferkreis Rheinbach zudem die Chancen, die sich aus der Begleitung und Unterstützung der Flüchtlinge durch Ehrenamtliche in Zusammenarbeit mit der Stadt ergeben. So können Ehrenamtliche neben dem Mietvertrag auch erwünschte Verhaltensregeln mit den neuen Bewohnern besprechen und schriftlich festlegen. Je nach Vorkenntnis der Mieter kann von Mülltrennung bis zu Ruhezeiten alles Wichtige besprochen werden. Ebenfalls sei es sinnvoll, wenn die Mieter eine Haftpflichtversicherung abschließen. Sollte es im Verlauf der Mietdauer zu Differenzen kommen, können neben den Ehrenamtlichen auch Linda Hönigl als Flüchtlingskoordinatorin sowie Hanna Sommer als städtische Sozialarbeiterin vermitteln. Nach Flucht und langer Wartezeit in den beengten Flüchtlingsunterkünften sehnen sich die anerkannten Flüchtlinge danach, eine Wohnung und eine Ausbildungs- oder Arbeitsstelle zu finden, während sich die Kinder im Kindergarten oder in der Schule relativ schnell mit der deutschen Sprache vertraut werden und sich meist innerhalb kürzester Zeit integrieren. Wilfried Bode und Gabriela Sartorius berichteten von den ersten Schritten einer junge Flüchtlingsfamilie aus Damaskus, an die sie derzeit vermieten. Die beiden Oberdreeser helfen bei Bedarf auch bei behördlichen Anliegen und anderen Alltagsproblemen. Dies sei selbstverständlich kein Muss für Vermieter, aber der Austausch sei von beiden Seiten gewünscht und sehr fruchtbar. Überhaupt sei in der Nachbarschaft die Hilfsbereitschaft für die jungen Leute ausgeprägt. Wenn man sich auf der Straße begegne, freue man sich über die neuen Nachbarn. Nur „allerbeste Erfahrungen“ habe man mit dem Flüchtlingspaar gemacht, so Bode.Pressemitteilung

Stadt Rheinbach

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